Sport und Freizeit

8 simple Regeln auf dem Weg zu neuen Golfschlägern



8 simple Regeln, damit Sie den richtigen Golfschläger kaufen können.

Bei der Suche nach der richtigen Golfausrüstung, werden sich viele die Testberichte der einschlägigen Fachliteratur zu gemüte führen. Nach kurzer Zeit werden Sie sicher feststellen, dass nur die großen Firmen scheinbar gute Golfschläger bauen. In den Tests werden nur die werbeintensiven Kunden „getestet“. Wobei die Frage nach Ergebnissen eher sinnlos ist, da das Werbebudget der einzelnen Hersteller über die Ergebnisse entscheidet.

Jedes Jahr auf das neue verkündet die Golfschläger-Industrie, dass die ultimative Neuerung nun bei einem zu bekommen wäre. Ob es nun Schrauben im Driver, in den Eisen, oder seit neuestem auch im Putter ist (wobei das System bei Weitem nicht neu ist, es gab vor 15 Jahren schon einmal Schläger mit Schrauben), oder einen Flow Weighting System, alternativ darf es auch gerne mal eine Schwerpunkt sein, der ausserhalb des Golfschlägers ist. Wie das gehen soll nach physikalischen Gesetzen überhaupt nicht, aber die Golfindustrie verkauft es dem geneigten Golfer gerne.

Was ist eigentlich der Anlass Ihrer Suche?

Seien Sie ehrlich, eigentlich brauchen Sie keinen neuen Golfschläger. Eigentlich brauchen Sie einen veränderten Schwung. Was Sie aber wollen ist ein neuer Driver, neue Eisen oder ein neuer Putter. Da Sie es aber so sehr sich wünschen, ziehen Sie Zeitungen hervor, lesen Prospekte, suchen im Internet und letztlich wissen Sie doch nicht welches Golfschläger- Modell Sie kaufen sollen.

Das Problem ist im Golfbereich, dass es nicht so einfach ist eine neue Golfausrüstung zu kaufen, wie beim Fensterbummel in der Stadt. Golfschläger sind eine Welt der Präzision und diese Präzision wurde designed, um Ihnen das Spiel so angenehm wie möglich zu machen. Logischerweise kann die Zusammenstellung einer neuen Ausrüstung sehr konfus sein.

Lassen Sie mich Ihnen zeigen wie Sie den Kauf vernünftig angehen können.

Lesen Sie die Informationen in den 8 Schritten ruhig durch und Sie werden die Ausrüstung finden, die Sie brauchen und die Sie möchten.

1.Kennen Sie Ihre Fähigkeiten

Sie sind nicht Tiger Woods oder John Daly!

Sie sind entweder ein Beginner, ein Mid-Handicapper ( jemand der regelmäßig Runden von 80-97 spielt) oder ein Fortgeschrittner Spieler der Regelmäßig unter 80 spielt (ca 7% der männlichen Golfer und unter 1% der weiblichen Golfer weltweit).

Beginner: Sie brauchen so viel Hilfe von Ihren Golfschlägern als möglich. Es wird kein großes Fitting für Sie benötigt. Sollten Sie größer, oder kleiner sein als für die Standardwerte, dann sollte der Schläger entsprechend angepasst werden, dass Schlägerlänge, Schlägerloft und Schlägerlie korrekt sind. Sie wissen aktuell nicht, wie Ihr Schwung sich entwickeln wird. Schauen Sie sich nach Golfschlägern um, die Ihrer Größe und der sportlichen Vorbelastung entsprechend sind.

Ein Basic Set sollte 2-3 Hölzer enthalten und die Eisen 5-SW. Wobei Sie zu beginn sich auf die Eisen 5, 7, 9, PW und SW konzentrieren sollten. Den Rest der Golfausrüstung können Sie derweil in den Keller stellen und bei Bedarf und einigem Training nach und nach in Ihr Spiel und Training einfliesen lassen. Das Wichtigste für Sie sind Fehlerverzeihende Schläger. Oversize und perimeter weigthed werden Ihnen mehr Freude am Spiel vermitteln. Wenn Sie ein Einsteiger sind und mehr als 400,- EUR für die Ausrüstung ausgeben haben, haben Sie es übertrieben. Am Anfang lieber etwas vernünftiges bis 250,- EUR suchen, Sie werden noch genügend Geld bei Golfschlägern ausgeben!

Mid-Handicaper: Für diesen Spielerkreis werden die meisten der Produktneuerungen auf den Markt gebracht. Sie können fast alle Schläger spielen, ich würde mich aber auf Fehlerverzeihung beschränken. Suchen Sie einen Golfschläger der Ihnen möglichst viel Fehlerverzeihung bietet. Ihre schlechten Schläge sollen im Spiel bleiben und nicht im Rough oder im Aus verschwinden. Wir suchen gerne für Sie einen Golfschläger der Ihren Bedürfnissen entspricht. Ralph Maltby hat diesbezüglich einen sehr interessanten Wert gefunden, an dem er die Schläger bewertet.

Fortgeschrittener: Ihnen steht alles auf dem Markt verfügbare zur Verfügung, trotzdem sollten Sie sich an Schlägern orientieren die Ihnen trotzdem noch genügend Fehlerverzeihung bieten. Sie sind in der Lage Eisen zu spielen die das perimeter weighting und das klassische Bladedesign kombinieren. Vermeiden Sie reine Blades zu spielen. Für Sie gilt klar, etwas mehr Fehlerverzeihung geht über Optik, auch wenn Sie die Schläger an guten Tagen genießen können.

2. Sie müssen wissen was Sie brauchen

Früher war ein Set mit 3 Hölzern und 8 Eisen der Standard im Bereich Golfausrüstung. Heutzutage hat sich dies deutlich geändert. Wenn Sie das Beginnerstadium durchlaufen haben, Ihr Schwung sich stabilisiert hat und Sie einen reproduzierbaren Schwungfehler haben ( 95% aller Golfer haben einen Schwungfehler), lassen Sie Ihre Golfschläger auf sich anpassen.

Das Fitting wird Ihnen Dinge über sich und Ihre Ausrüstung offenbaren, die haben Sie bisher nicht gewusst.

Die meisten Mid-Handicaper spielen mit Schäften die zu hart sind. Sie kämpfen mit dem Golfschläger um den einen von 30 Schlägen zu spielen, in dem alles zusammenkommt und es der perfekte Schlag wird. Woran können Sie erkennen, dass Ihr Schaft zu hart ist? Wenn Sie nicht fühlen können, wo der Schlägerkopf während des Schwunges ist. Mag ein Ansatz sein. Alternativ können Sie es an den Flugkurven sehen. Fliegt ihr Ball als Rechtshänder tendenziell nach Links, ist er zu hart, fliegt er nach Rechts ist er zu weich. Vorausgesetzt Sie kommen halbwegs gerade an den Ball. Bei starken Schwungfehlern, werden Sie an der Flugkurve sehr wenig festmachen können. Tipp: Nehmen Sie Hölzer mit höherem Loft, Sie werden Ihren Score verbessern, ohne den Schwung zu ändern.

Grundsätzlich zum Driver: Es ist nachgewiesen dass für Spieler mit einem Schwungtempo von 85-105 mph ein Driver mit 10,5 Grad und mehr ideal für die Kombination aus Länge und Roll ist. Schwingen Sie langsamer als 85 mph, sollten Sie sich an einem Driver mit 12 und mehr Grad orientieren.

3.Größer ist manchmal besser.

Es gibt einen Grund, dass die Driver die Sie in den Golfmagazinen sehen, wie eine mutierte Grapefruit aussehen. Übergröße bedeutet oft auch ein größerer Moment of Inertia. Die großen Schlägerköpfe werden oft aus Titanium hergestellt und haben einen Trampolineffekt, der einen besseren Energietransfer vom Golfschläger auf den Ball bedeutet ( was mehr Länge bedeutet). Je größer der Kopf ist desto schwerfälliger wird er und das Plus an Länge verschwindet nur im Rough oder im Wald. Was nutzt ein langer Drive, der im Wald verschwindet?

Weiterhin sollten Sie bei der Länge des Schaftes kritisch sein. Die Tourspieler gehen auf Schäfte die zwischen 44 und 44,5 Inch liegen. Tiger Woods hat eine Zeitlang mit einem 43 Inch Schaft gespielt und er ist einer der längsten Spieler auf der Tour. Viele Driver auf dem Markt der großen Firmen sind bei 45 Inch. Nehmen Sie den Schaft lieber etwas kürzer, der Längenverlust wird gering sein, dafür werden Sie aber deutlich mehr Genauigkeit erzielen.

Was nutzen 260 Meter im Rough, wenn man bei 250 Meter auf dem Fairway liegen kann?

4. Beachten Sie den Preis, wenn Sie auf der Suche nach einem Ball sind!

Der Durchschnittsgolfer wird nichts verlieren, wenn er den teuersten und besten Tourball spielt. Er wird aber auch keinen Unterschied in der Performance feststellen können, wenn er ein günstigeres Ballmodell spielt. Meine Einkaufsempfehlung ist: Wenn jemand für Sie die Bälle bezahlt immer das teuerste auswählen. Müssen Sie selber die Bälle zahlen, vergleichen Sie die Leistungen. Beachten Sie: Die meisten Bälle sind besser als die Spieler die sie spielen!

5. Besuchen Sie mal einen Launch Monitor

Die Wissenschaft bringt uns die Geheimnisse des Golfsports näher. Mit welcher Schlägerkopfgeschwindigkeit, bei welchem Loft des Drivers, bringt die Längste Carry Distance mit dem Bestmöglichen Roll des Balles. Man kann auch über die Kraft und die Länge des Schwunges versuchen die Unterschiede herauszufiltern.

Leider gibt es momentan in Deutschland nur eine Launch Monitor, in Herzogenaurach bei Nürnberg.

6. Füllen Sie die Lücke bei Ihren Wedges

Die Lofts der aktuellen Golfschläger sind wesentlich niedriger als früher. Eine der bequemsten Arten mehr Länge aus einem Schläger zu bekommen. Was früher ein Eisen 8 war ist heute ein Pitching Wedge. Das Problem ist nur, dass das Sandwedge schon immer 56 Grad hatte und somit der Abstand zum Pitching Wedge immer größer wurde. Somit ist zwischen den Schlaglängen der beiden Golfschläger eine immer größer werdende Lücke vorhanden. Daher sollten Sie den Loft Ihres PW ermitteln und selber entscheiden, ob ein Gapwedge mit ca. 51-53 Grad nicht der richtige Lückenfüller sein könnte. Sie sollten nicht mehr als 4-5 Grad Unterschied zwischen Ihren Wedges haben, ansonsten müssen Sie mit halben Schwüngen arbeiten, um die Differenzen der Golfschläger auszugleichen.

Sollten Sie ein Lobwedge kaufen, beachten Sie, dass Sie kein Lobwedge kaufen, welches zu viel Bounce hat (Die hintere Kante der Sohle ist niedrigerer als die vordere Kante der Schlägersohle). Viel Bounce ist aus schwerem Rough und aus weichem Sand von Vorteil. Zuviel Bounce führt dazu, dass auf hartem Untergrund der Schläger verkanntet oder verspringt und Sie einen Flyer produzieren.

7. Nehmen Sie Golfschläger mit dem richtigen Lie-Winkel

Sobald Sie Mid-Handicaper sind, sollten Sie Ihre Eisen fitten lassen. Gut Schläge können das Grün verfehlen, wenn die Schläger nicht auf Sie abgestimmt sind. Idealerweise sollte die Sohle des Schlägers eben auf dem Untergrund aufliegen. Wenn der Toe nach oben zeigt, werden Ihre Bälle tendenziell nach Links fliegen, der Liewinkel muss abgeflacht werden. Zeigt Heel nach oben, dann fliegen die Bälle eher nach rechts und der Liewinkel muss vergrößert werden. Bei einem guten statischen Clubfitting, werden Sie von einem Lieboard schlagen und der Clubfitter, kann daran den Wert für Sie erkennen!

8 Nehmen Sie Golfstunden

Das beste Geschenk für einen Golfer ist, egal welcher Spielstärke, Unterricht bei einem Golfpro. Der Unterricht bei einem guten Golfpro wird im Verhältnis zu einem Golfsatz nur ein Bruchteil kosten, mag aber besser für Ihr Spiel sein. Auch sollten Sie regelmäßig in ein Fitnessstudio gehen, um eine bessere Fitness und Kraft aufzubauen. Sicher mag es nicht so lustig wie das Spiel mit einem neuen Driver sein, aber auf Dauer wird es Ihr Golfspiel Ihnen danken. Außerdem wird es verhindern, dass Sie sich verletzen und wenn Sie verletzt sind können Sie das ganze neue Golfequipment nicht testen, oder?

Sollten Sie Interesse am Golfsport haben, schauen Sie bei uns auf der Internetseite budgetgolf.de vorbei und informieren Sie sich über die neuesten Trends der Hersteller.


Firmenname : Sportartikel Bjoern Huegerich
Kontaktperson : Bjoern Huegerich
Tel : 0921-5304462
E-Mail : info(@)budgetgolf.de

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