Alleinerziehende haben oft Schwierigkeiten, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen, weil sie durch Job und Familie doppelt belastet und zeitlich wenig flexibel sind. Besonders bei der Partnersuche haben sie größere Schwierigkeiten als kinderlose Singles. Nicht nur, dass ihnen die Gelegenheiten fehlen, neue Menschen kennen zu lernen, da sie selten die Möglichkeit haben abends auszugehen. Auch scheuen sie sich oft davor, ihren neuen Bekanntschaften von ihrer Situation zu erzählen, weil sie Ablehnung befürchten. In der Tat gibt es ja viele Menschen, für die ein/e Partner/in mit Kind nicht in Frage kommt. Genauso viele wären aber sicher bereit und interessiert daran, sich dieser Herausforderung zu stellen. Dennoch scheuen viele die alleinerziehend sind die Kontaktaufnahme bei öffentlichen Veranstaltungen, da dort meist nicht genug Zeit bleibt, um überhaupt zu so privaten Themen wie der Elternrolle vorzudringen. Außerdem haben Alleinerziehende natürlich noch genauere Vorstellungen von ihrem neuen Partner als andere Singles, da er neben ihrem persönlichen Geschmack auch den des Kindes treffen sollte, bzw. in die gemeinsame Familienplanung passen muss. Wenn eine längere Partnerschaft entstehen soll, ist es natürlich nicht zu umgehen, dass der oder die ‚Neue’ und das Kind, das womöglich noch an der Trennung der Eltern zu knabbern hat, sich kennen lernen. Das ist eine nicht immer ganz einfache Situation, auf die beide Seiten mit Bedacht vorbereitet werden sollten. Viele Alleinerziehende wählen für die Partnersuche mittlerweile den Weg einer Partnervermittlung, da so von vornherein die Verhältnisse geklärt sind, denn bereits vor der Kontaktaufnahme weiß der andere darüber Bescheid, dass er den/die Auserwählte/n nur im Gesamtpaket erhält. So können etwaige Missverständnisse vermieden werden und die weitere Entwicklung der Beziehung ist nicht von Ängsten und Unsicherheit belastet. Außerdem gibt es dort die Möglichkeit, im eigenen Suchprofil bereits gewisse Ansprüche an den zukünftigen Partner zu nennen, die das Zusammenleben in einer Familie betreffen. Wer sich dann auf diese Anfrage meldet, der meint es vermutlich auch wirklich ernst.