Als alternative Unternehmensfinanzierung dient Factoring
Die zahlreichen Unternehmenspleiten aufgrund von zahlungsunwilligen Kunden nehmen immer mehr zu. Umso deutlicher wird, dass für die klein- und mittelständischen Unternehmen etwas gegen die drohende Insolvenz getan werden muss. Ein Schritt in die richtige Richtung ist hierbei das Factoring. Factoring ist eine Dienstleistung, die von einem Finanzierungsinstitut, dem sogenannten Factor, angeboten wird. Der Factor kauft offene Rechnungen auf und zahlt den Rechnungsbetrag, abzüglich meist eines zehnprozentigen Sicherungseinbehaltes, innerhalb von zwei bis drei Tagen an den Rechnungssteller aus. Der Sicherungseinbehalt wird dem Rechnungssteller ebenfalls gutgeschrieben, sofern die Rechung fristgerecht bezahlt wird. Ist dies nicht der Fall, dient der Sicherungseinbehalt der Finanzierung eines Mahnverfahrens. Der Vorteil des Factoring für den Rechnungssteller liegt klar auf der Hand. Er kann innerhalb kürzester Zeit über den Rechungsbetrag verfügen und muss sich keine Sorgen wegen eines etwaigen Forderungsausfalls machen. Das Risiko des Ausfalls übernimmt beim Factoring nämlich komplett der Factor. Dieser schützt sich jedoch gegen einen drohenden Zahlungsausfall, indem er für jeden Kunden, dessen Forderung er ankaufen soll, eine detaillierte Bonitätsprüfung anstellt und diese in regelmäßigen Abständen wiederholt. Zudem wird für jeden Kunden ein Ankauflimit festgelegt, in dessen Rahmen der Factor Rechungen ankauft. Ist dieser Rahmen voll ausgeschöpft, wird der Factor erst dann wieder Rechnungen dieses Kunden ankaufen, wenn dieser seine Rechnungen an den Factor beglichen hat. Für seine Dienstleistung berechnet der Factor Zinsen für den Bevorschussungszeitraum sowie Gebühren, die sich aus Bankgebühren, Bonitätsprüfgebühren und sonstigen Gebühren zusammensetzen. Im Vergleich zu einem drohenden Zahlungsausfall sind die Kosten des Factoring jedoch verschwindend gering. Es gibt mehrere Varianten des Factorings, von denen das Offenen Factoring in Deutschland am häufigsten zu finden ist. Hierbei wird der Kunde über die Abtretung der Rechung informiert. Eine weitere Variante ist das Stille Factoring, bei dem dem Kunden die Abtretung völlig unsichtbar bleibt. Beim Halb-Offenen-Factoring wird der Kunde zwar über die Abtretung der Forderung nicht explizit informiert, jedoch wird ihm die Bankverbindung des Factors mitgeteilt. Das Factoring kann jedoch mehr als nur das Ausfallrisiko übernehmen. Die meisten Factoringinstitute bieten so auch die Übernahme vom kompletten Debitorenmanagement für ihre Klienten an. Somit kann sich der Unternehmer voll und ganz auf sein Kerngeschäft konzentrieren und muss sich nicht mit Rechungen schreiben, Zahlungseingänge überprüfen und Mahnungen verfassen beschäftigen. Eingehende Informationen über die Möglichkeiten des Factorings bietet das Deutsche Factoring - Portal. Hier sind sämtliche Informationen über das Factoring klar und leicht verständlich zusammen gestellt und ebenso Kontaktmöglichkeiten zu Factoringunternehmen angeboten.
Kontaktperson : Michael Burkart E-Mail : mb@deutsches-factoring-portal.de
|