Alternativen zum Tagesgeld
Die Deutschen sparen gern und viel und legen ihr Geld zumeist jederzeit verfügbar an. So sollen Rücklagen für unvorhergesehene Ausgaben geschaffen werden, auch das Sparen für den Urlaub oder das Alter sind beliebt. Waren vor Jahren noch die traditionellen Sparkonten wie das gute alte Sparbuch mit ihrer täglichen Verfügbarkeit und kurzen Kündigungsfrist das beliebteste Anlageprodukt, wurden sie zunehmend von Tagesgeldkonten verdrängt. Der Grund hierfür war zum einen deren höhere Verzinsung, aber auch der Verzicht auf Kündigungsfristen überzeugte.
Seit im Frühjahr 2009 die Leitzinsen von der Europäischen Zentralbank auf das historische Tief von einem Prozent gesenkt wurden, sind bei einer Geldanlage auf Tagesgeldkonten kaum noch mehr als 2,5% p.a. zu erzielen. Viele Anleger sind daher auf der Suche nach alternativen Geldanlagen, die jedoch schwer zu finden sind.
Die erste Alternative zu Tagesgeldkonten sind Festgeldkonten. Allerdings bieten die meisten Banken für eine einjährige Festgeldanlage heute kaum noch 1% p.a., sodass Sparer trotz einer längeren Anlagedauer eine geringere Rendite erzielen. Sie sind daher kaum zu empfehlen, denn eine weitere Reduzierung des Zinsniveaus muss wohl nicht erwartet werden.
Als weitere Alternative werden von den Banken gern festverzinsliche Wertpapiere oder Fondsanlagen angeboten. Festverzinsliche Wertpapiere bieten dabei zwar eine fest vereinbarte Verzinsung, eine vorzeitige Verfügung des Anlagebetrages kann jedoch zu Verlusten führen, da ein Verkauf der Papiere nur zu marktüblichen Kursen möglich ist.
Fondsanlagen hingegen weisen keinerlei feste Erträge auf, die Rendite ist maßgeblich von den erzielten Kursgewinnen abhängig. Vor allem Anleger, die kurzfristig orientiert sind, sollten Fondsanlagen aufgrund dieser Risiken meiden. Tagesgeldkonten weisen nämlich keinerlei Schwankungen auf, Verlustrisiken sind ausgeschlossen.
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