Wiesbaden – Das hohe künstlerische Niveau der so genannten Dreifarben-Keramik aus der Zeit der Tang-Dynastie (618-917), für die einfache farbenfrische und abwechslungsreiche Glasuren typisch sind, begeistert viele Sammler/innen chinesischer Antiquitäten. Solche Raritäten sind in den Online-Shops www.antiquitaeten-shop.net und www.archaeologie-shop.com des Antiquitätenhändlers Ernst Probst aus dem Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim erhältlich.
Die Tang-Dynastie brachte 20 Kaiser und eine Kaiserin hervor. Sie gilt als die längste Dynastie in der chinesischen Geschichte und als eine Blütezeit der Kunst.
Die Dreifarben-Keramik aus der Tang-Dynastie entwickelte sich aus den gelb- und grünglasierten Tonarbeiten der Han-Dynastie (206 v. Chr. - 220 n. Chr.). Deren Keramik wurde meistens nur mit einer Farbe bemalt: entweder Gelb oder Grün.
Während der Tang-Dynastie hat man auf einem Objekt gleichzeitig gelbe und grüne Glasuren aufgetragen. Auch bei den Formen, Verzierungen und Glasuren der Keramik erreichte man damals höchste Perfektion.
"Die Dreifarben-Keramik" der Tang-Dynastie ist ein Sammelbegriff für Tonobjekte mit Bleiglasur. Auf einem Objekt kommen drei Farben vor, wie Gelb, Grün und Weiß oder Gelb, Grün und Blau. Aber manchmal auch nur eine Farbe oder sogar fünf Farben. Um diese Dreifarben-Keramik von der Song-Dynastie und der Liao-Dynastie zu unterscheiden, wird sie als dreifarbige Keramik der Tang-Dynastie bezeichnet. Die Dreifarben-Keramik der Tang-Dynastie gilt als die beste Dreifarben-Keramik der chinesischen Dynastien und ist für die ausgezeichneten Glasuren, die Technik des Auftragens von Glasuren, Formen und Vierzierungen in der ganzen Welt berühmt und begehrt.
Während der Tang-Dynastie wurden Verstorbene mit wertvollen Grabbeigaben ausgestattet. Dazu gehörten vor allem Erzeugnisse der Dreifarben-Keramik. Die damaligen Feudalherren glaubten, nach dem Tode lebe der Mensch weiter und müsse in Jenseits all jene Gegenstände bei sich haben, die ihm im Leben lieb und teuer waren. Aus diesem Grund wurden dem Toten dreifarbige Keramikfiguren wie Diener, Wachen, Tänzerinnen, Musikanten, Pferde, Kamele und Gebrauchsgegenstände wie Vasen, Teller, Kannen und Schüsseln ins Grab mitgegeben. Besonders beliebt waren vollbusige Frauenfiguren mit hohen Frisuren und im Wind wehenden Rock.
Nach dem Zusammenbruch der Tang-Dynastie wurde das Porzellan in der Liao-Dynastie (916-1125) in Nordchina produziert, einschließlich des heutigen Autonomen Gebietes der Inneren Mongolei und der Mongolischen Volksrepublik. Das Porzellan aus der Liao-Dynastie wurde nach dem Stil der Dreifarben-Keramik aus der Tang-Dynastie und weißes Porzellan aus der Dinzhou-Manufaktur geschaffen. Besonders bemerkenswert bei Kannen sind die Form eines Steigbügels oder eines Hahnenkammes, es gibt phönixköpfige Vasen und Krüge in Form eines Hühnerbeins.
Während der Song-Dynastie (960-1279) waren für die Dreifarben-Keramik eine zarte Form und eingeritzte oder eingeschnittene Verzierungen kennzeichnend. Die ausgegrabenen Nackenstützen aus Ton der Song-Dynastie sind mit Blumen. Vögeln und Schriftzeichen verziert. Die Porzellanherstellung der Song-Dynastie machte große Fortschritte, es gab reiche Stile und gute Qualität, deshalb legte man auf dreifarbige Keramik keinen Wert mehr.
Zur Zeit der Ming-Dynastie (1368-1644) und der Qing-Dynastie (1644-1911) wurde die Bleiglasur bei glasierten Ziegeln angewandt und auf weißes Porzellan farbig aufgetragen. Es gab auch drei Farben wie Gelb, Grün und Violett. In der Gegenwart produziert man in China dreifarbige Keramik als besonderes Kunsthandwerk.
Tonfiguren von Tieren und Menschen aus verschiedenen chinesischen Kulturen gehören zum Angebot des international aktiven Antiquitätenhändlers Ernst Probst aus dem Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim. Er bietet in seinen Online-Shops sogar einige Tonfiguren an, deren Alter von etwa 1500 Jahren durch aufwändige Thermolumineszenz-Tests (TL-Test) ermittelt wurde. Da es bei diesen Datierungen eine Differenz bis zu 20 Prozent geben kann, stammen diese Figuren aus der Tang-Dynastie oder einer vorhergehenden Dynastie.
Wer sich für noch ältere Kostbarkeiten interessiert, kommt in den Online-Shops von Ernst Probst ebenfalls auf seine Kosten: Dort werden nämlich auch rund 230 Millionen Jahre alte Saurier, die auf den ersten Blick wie das legendäre „Ungeheuer von Loch Ness“ aussehen, angeboten. Dabei handelt es sich um Keichousaurier aus der Triaszeit vor etwa 230 Millionen Jahren, die zu Lebzeiten der ersten Dinosaurier existierten.
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Antiquitäten-Shop & Fossilien-Shop / Archaeologie-Shop
Die Online-Shops Antiquitäten-Shop & Fossilien-Shop und Archaeologie-Shop wurden von dem Journalisten, Wissenschaftsautor, Buchautor, Buchverleger, Fossilien- und Antiquitätenhändler Ernst Probst gegründet. Er machte sich vor allem durch seine Bücher „Deutschland in der Urzeit“, „Deutschland in der Steinzeit“ und „Deutschland in der Bronzezeit“ einen Namen in der Fachwelt. Seine Werke über die Steinzeit und Bronzezeit werden in mehreren Bänden des ZEIT-Lexikon erwähnt.
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