Autos
Autos – sein es normale Benziner, Diesel oder auch Hybridfahrzeuge – sind die vermutlich größten Kapitalvernichter, die sich ansonsten rational denkende Menschen leisten. Beschaffen diese Menschen sich ein Auto, wird das Gehirn mehr oder weniger abgeschaltet. Da werden zusätzliche Pferdestärken für notwendig erachtet, obwohl im Stadtverkehr als 30 PS mehr als genug sind und vor 20 Jahren auch noch ausreichten. Auch auf Komfort wird wert gelegt, obwohl das Auto täglich im Durchschnitt vermutlich 23 Stunden am Tag stillsteht. Nur die wenigsten Käufer nutzen die Preisunterschiede aus, die zwischen verschieden EU-Ländern vorherrschen. Die Art der Nutzung wird bei der Anschaffung meist nicht im Geringsten als Argument für die Produktauswahl herangezogen. Vielmehr werden alle nur denkbaren Nutzungsmöglichkeiten herangezogen. Dann kauft man die eierlegende Wollmilchsau. Sinnvoller wäre es sicher, wenn man sich überhaupt ein Automobil zulegt, sich einen Zweisitzer zu kaufen (Einsitzer wären vermutlich noch sinnvoller). Wird einmal z.B. am Wochenende ein Kombi gebraucht, weil man mit etwas mehr Gepäck verreisen will, dann kann man sich für den Zeitraum ja noch ein größeres Auto kaufen. Kauft eine Firma heute eine Maschine, werden total costs of ownership und was auch immer für Kennzahlen berechnet, um zu sehen, ob die Anschaffung rentabel sein kann. Diese rationalen Ansätze gibt es beim Autokauf überhaupt nicht. Der Verzicht auf ein Auto würde gigantische Vermögenswerte freisetzen, für die man nicht unerhebliche Zinsen kassieren kann. Addiert man zu den Zinsen den Wertverlust und die laufenden Kosten des Autos hinzu, kann man weite strecken mit Bahn, Bus und Taxi zurücklegen, ohne, dass die Rechnung in die roten Zahlen abrutscht. Klaus-Martin Meyer (Riesterrente)
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