Das Sandmännchen - nicht immer vor Ort!
"Die Schlafperioden unseres jüngsten ( 7 Monate) sind sehr unterschiedlich. Von Anfang an bewohnte Marian sein eigenes Zimmer und schlief im eigenen Babybett. Die ersten Monate unseres Sohnes waren stark geprägt durch die "berühmten" Darmprobleme, die angeblich nur in diesem Ausmaß bei Jungs vorkommen. Beruhigend dabei war die einhellige Meinung der "Experten", dass dies meist nur wenige Monate dauert. Endlich, nach 4 Monaten konnten meine Frau und ich aufatmen und zumindest 4 bis 5 Stunden am Stück schlafen."
So oder ähnlich geht es vielen Eltern. Ein Patentrezept gibt es dabei nicht. Dennoch möchten wir Ihnen ein paar Tipps und Empfehlungen mit auf den Weg geben, die Ihnen beim "Schlafen" behilflich sein könnten.
Das Einschlafritual beim Baby Schlaf - so ein Quatsch?
Nein kein Quatsch - es ist durchaus dienlich, das Baby von Beginn an an ein festes Einschlafritual zu gewöhnen. Dies fängt bereits beim Fertigmachen fürs Bett (Wickeln und Waschen) an. Wiedererkennung ist dabei das Zauberwort. Anschließend im Bett folgt ein Gute-Nacht-Lied (Sie sollten sich für eines entscheiden) von Papa und Mama gesungen, danach ertönt die Melodie der Spieluhr - solche festen Rituale helfen Ihrem Nachwuchs zu erkennen, dass jetzt Zeit fürs Schlafen ist.
Übrigens: Auch Märchen oder Geschichten findet Ihr Baby toll -auch wenn es diese noch nicht versteht. Alleine Ihre Stimme trägt zur Beruhigung bei und signalisiert - ich bin nicht alleine und kann beruhigt einschlafen.
Gut gebrüllt, Löwe!
Auch wenn die Wände wackeln und Ihre Nachbarn in ihrer Wohnung mit Oropax rumlaufen. Grenzen abstecken gehört zur Entwicklung Ihres Babys.
Auch wenn Sie es nicht wahrhaben wollen, Ihr Baby lotet ab ca. dem 6 Lebensmonat genau aus, wie weit es bei Mama und Papa gehen kann. Rennen Sie beim ersten Schrei sofort ans Bett, haben Sie meist schon verloren. Die Alternative dazu ist sicherlich nicht, das Baby zu ignorieren. Aber das gesunde Mittelmaß ist langfristig der richtige Weg. Ihr Baby sollte nie das Gefühl kriegen, alleine zu sein. Damit kann es das so wichtige Urvertrauen nicht aufbauen. Verlängern Sie aber die Schreiphasen Minute für Minute, so dass Ihr Baby langsam erkennt, dass Sie kommen, egal wie lange es schreit.