Tagesgeldkonten waren in den letzten beiden Jahren die absoluten Favoriten sicherheitsorientierter Anleger.
Mit Renditen von 4 Prozent und mehr pro Jahr boten sie in dieser Zeit teilweise deutlich höhere Renditen als Staatsanleihen – bei fast ähnlicher Sicherheit.
Seit Ende Oktober 2008 hat sich dieses Bild jedoch gewandelt. Sowohl die Renditen für Staatsanleihen als auch die Verzinsung führender Tagesgeldkonten sind rapide gesunken, woran neben dem mehrfach gesenkten Leitzins vor allem auch die nachgebenden Interbankenzinsen schuld sind.
Wird es für Banken günstiger, sich untereinander Geld zu leihen, müssen sie auf der anderen Seite Sparern nicht mehr so hohe Zinsen zahlen, um über diesen Weg an frisches Kapital zu gelangen.
Infolge zahlreicher Zinssenkungen der meisten Banken müssen Anleger derzeit froh sein, wenn sie bei beim Tagesgeld eine Drei bei der Jahresrendite vor dem Komma sehen.
Ähnlich wie die Tagesgeld-Zinsen sind auch die Verzinsungen der meisten Festgeldangebote deutlich zurückgegangen. Jedoch sind hier – in Abhängigkeit der gewählten Laufzeit und unter Berücksichtigung der Mindestanlagesumme – immer noch Renditen von vier bis fünf Prozent pro Jahr möglich – bei entsprechender Einlagensicherung.
Anlegern, die ihr Geld sicher und trotzdem gut verzinst anlegen wollen, ist Festgeld derzeit also wesentlich eher anzuraten als Tagesgeld, dazumal immer mehr Experten davon ausgehen, dass in der derzeitigen Finanzkrise die Inflationsrate auch weiterhin niedrig bleiben wird, was die Leit- und Interbankenzinsen und mit ihnen die Verzinsung der Tagesgeldprodukte ebenfalls auf einem niedrigen Niveau verharren lassen wird.