Essen und Trinken

Ceylons Teekulturen



Die paradiesische Insel Ceylon liegt vor der Südspitze von Indien und ist heute besser unter ihrem offiziellen Namen Sri Lanka bekannt. Vor rund 150 begann man in Ceylon mit der Kultivierung von Tee und seit her ist Ceylon einer bedeutensten Exporteure von Tee.

Noch im 18ten Jahrhundert waren die Hochplateaus von Ceylon fest in der Hand von Tigern und Leoparden, Elefanten und Affenhorden. Nur gelegentlich verirrte sich eine englische Jagdgesellschaft dorthin. Doch die Engländer fanden Gefallen an den Panoramen der Bergriesen Adam"s Peak und Pidurutalagala und so ließ der damalige Gouverneur eine Straße und eine Residenz bauen. Kurz darauf ließ Sir Samual Baker, der unter anderem den Nil erforscht hatte, Architekten und Handwerker aus England kommen und es entstand ein englisches Dorf, das so aussah, als stünde es im englischen Lake Distrikt. Das Hochland von Ceylon war zu eine Art Ferienparadies für englische Regierungsbeamte und Landbesitzer geworden.

Bis ins 18te Jahrhundert importierenten die Engländer ausschließlich grünen Tee aus China und Japan. In Ceylon lebten die Bauern noch vom Anbau von Chinarinde, Kakao und Kaffee. Doch in Indien begann man langsam mit der Kultivierung von schwarzem Tee in der Provinz Assam. Als dann die Kaffeebauern von Ceylon von der Kaffeerate und dem Rostpilz heimgesucht wurden und viele ruiniert auswanderten, kam ein junger Schotte namens Tayler auf die Idee, auch in Ceylon Tee anzubauen.

1867 pflanzte Tayler seinen ersten Teestrauch und wurde so zum Pionier des Ceylon Tees. Er konnte schon in den ersten Jahren sehr gute Erfolge verzeichnen: die Teesträucher aus Kalkutta gediehen prächtig und bescherten ihm reichliche Ernten. Sein Tee begeisterte mit einem vollmundig aromatischem Geschmack und fand sehr schnell Liebhaber in der ganzen Welt; vor allem in England. Alsbald begannen auch andere Pflanzer, Tee anzubauen.

Daraufhin wurde der Dschungel in immer höheren Höhenlagen gerodet, um Platz für die Teegärten zu gewinnen. Und es stellte sich heraus, dass der Ceylon Tee Höhen von 1100 bis 2000 Metern nicht nur hervorragend verkraftet, sondern sich dort sogar am wohlsten fühlt.

Seit den Anfängen der Ceylon Teekultur im 19ten Jahrhundert haben sich drei Hauptanbaugebiete auf Ceylon entwickelt: Uva, im Osten der Insel, Dimbula und Dickoya im Westen und in der Mitte da Hochland rund um Nuwara Eliya. Nach Indien ist Ceylon bis heute der zweitgrößte Teeproduzent der Welt.

Der Ceylon Tee begeistert seit je her mit seinem ausgewogenen Geschmack, der zwischen dem herben Assam und dem milden Darjeeling liegt.


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