Das Gedicht
Als Gedichte bezeichnet man Schriftstücke, die auf phantasievolle und geistreiche Art und Weise Emotionen, Ideen, Warnungen, Provokationen, Informationen oder Erfahrungen übermitteln können. Gekennzeichnet wird diese literarische Ausdrucksform durch einen bewusst gewählten Sprachgebrauch, bei dem vor allem auf den richtigen Klang und die Suggestivität der Worte geachtet wird, die mit Hilfe von literarischen Techniken wie dem Metrum, dem Reimschema oder Metaphern und anderen rhetorischen Mitteln in die richtige Form gebracht werden. Die schriftliche Ausarbeitung zeugt meist von einer besonderen Intensität und Schönheit des Sprachgebrauchs, kann aber auch, je nach gewünschtem Wirkungseffekt, einen stumpfen, klanglosen oder monotonen Eindruck vermitteln. Ein weiteres Merkmal von Gedichten ist ihr Aufbau in Versform statt in Prosa. Mehrere Verse werden als Strophe zusammengefasst.
Die Verfasser dieser Werke werden als Dichter bezeichnet. Die wohl bekanntesten Dichter im deutschen Sprachraum sind Johann Wolfgang von Goethe und Johann Christoph Friedrich von Schiller, die beide aus Weimar stammten. Gedichte lassen sich aufgrund ihrer sprachlichen Eigenheiten oftmals nur sehr schwer in andere Sprachen übersetzen. Es ist nahezu unmöglich Metrum und Metaphern in einer anderen Sprache beizubehalten, der Schwierigkeitsgrad wird umso größer, wenn es sich um eine sich reimende Komposition handelt.
Im alltäglichen Sprachgebrauch verwendet man den Begriff Gedicht auch als Ausdruck für eine auf besondere Weise beeindruckende oder angenehme Erfahrung.
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