Tiere

Das Pferd in der Reittherapie


Das Pferd im Therapeutischen Reiten

"Ein Tier macht dem
Herzen wohl."

(Walther von der Vogelweide)

Das heutige Pferd entstand aus dem hundegroßen Waldbewohner Propalaeotherium, der sich hauptsächlich von Laub ernährte. Fossilien dokumentieren wie in einem Zeitraum von ca. 50 Millionen Jahren ein grasfressendes deutlich größeres Wesen entstand. Viele Zwischenstufen im Laufe der Evolution liessen vor ca. 4 Millionen Jahren die moderne einzehige Pferdegattung Equus entstehen.

Pferde sind untrennbar mit der Menschheitsgeschichte verbunden. Sie zählen zu den edelsten aller Geschöpfe. Sie begleitet und faszinieren den Menschen seit Jahrtausenden und wurden so zum Mythos. Pferde sind besonders sensible Tiere, die die emotionalen Schwingungen der Menschen, die sich mit ihnen beschäftigen sehr gut einschätzen können. In der Reittherapie wird das Pferd als „Medium“ eingesetzt. Es unterstützt die Beziehung zwischen Klient und Therapeuten. Das Therapeutische Reiten bietet seinen Klienten vielerlei Umgangsmöglichkeiten mit dem Pferd. Wahrnehmung, Motorik und Kommunikation werden durch das Versorgen des Pferdes vor und nach der Therapieeinheit sowie durch Führen und Reiten während der Therapie geschult.

An Therapiepferde sind besondere Voraussetzungen geknüpft. Pferde, die im Therapeutischen Reiten eingesetzt werden, müssen speziell ausgebildet sein und mit  dem Therapeuten als Team zusammenarbeiten, denn sie agieren als Partner und Erziehungshelfer und dürfen auf mögliche auffällige körperliche Reaktionen wie z.B. lautes Rufen oder falsche Gewichtsverlagerung der Reiter nicht heftig reagieren. Der Charakter sollte sich durch Verlässlichkeit und Nervenstärke auszeichnen. Neben dem Charakter ist auch der Körperbau (Exterieur) entscheidend. Therapiepferde müssen gut bemuskelt sein. Sie sollen „ihren“ Klienten eine bequeme Unterlage bieten, egal ob die Therapieeinheit im Sattel oder auf Pad und mit Gurt stattfindet. Diesbezüglich ist es auch wichtig, dass die Gangarten von Therapiepferden möglichst taktrein sind. Auch die Größe ist von Bedeutung. Therapiepferde sollten kleiner als 1,60 m sein. Bei einem Stockmaß von über 1,60 m ist die Distanz von Reittherapeut zu Klient (vor allem in der Hippotherapie) zu groß.

Für ein  Therapiepferd ist es wichtig, dass sie einen Ausgleich zu ihrer Arbeit in der Therapie erhalten. Regelmäßige Ausritte, Korrektur und Entspannung im Herdenverband sind unbedingt notwendig, denn nur Pferde, die physisch und psychisch gesund sind, arbeiten willig, sind verlässlich und könne ihre heilende Wirkung auf den Menschen übertragen.


Firmenname : Reiten-kann-helfen
Kontaktperson : Danika Hahn
Tel : 07182/495882
E-Mail : Danika_Hahn@gmx.net






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