Pressetexte

Das Spam-Museum öffnet seine (virtuellen) Pforten


Unter www.spam-museum.de eröffnete im April 2006 ein kleines, bescheidenes Internetprojekt gegen allzu aggressives E-Mail-Marketing (besser bekannt unter dem Namen Spam) an den Start gegangen. Weil die beiden Initiatoren sich gegen die Flut von unverlangt zugesendeten Werbemails nicht mehr erwehren konnten, beschlossen sie gemeinschaftlich die Sache auf eine eher humoristische Art und Weise zu interpretieren.

 

Von nun an werden die in immer neuen Varianten auftauchenden Angebote für „lukrative“ Jobs, grandiose Lotteriegewinne und Anschreiben von nigerianischen Häuptlingssöhnen, die um Geld betteln, sorgsam im Spam-Museum für die Nachwelt archiviert. Auf diese Weise bekommt der Datenmüll, der ansonsten zumeist ungelesen gelöscht wird einen Sinn. Genaugenommen könnte man von Datenrettung sprechen.

 

Wem danach ist, der kann im Spammuseum nachlesen, was ihm Tag ein Tag aus aufgrund des installierten Spamfilters entgangen ist. Die unverlangt zugesendeten Spams werden nicht unkommentiert ins Internet gestellt, sondern mit ironischen und zum Teil hämischen oder auch sarkastischen Kommentaren versehen. Dabei bemühen sich die beiden Museumsdirektoren keineswegs um Objektivität: „Die Sache soll vor allen Dingen Spaß machen und das Augenzwinkern soll auch nicht zu übersehen sein“, erklären die beiden Initiatoren unisono.

 

Das Spam-Museum ist ein Internetprojekt zur Dokumentation und Kommentierung von unverlangt zugesendeten Werbemitteilungen (Spam). Es ist eine humorvolle Demonstration gegen ein unangenehmes, überflüssiges aber modernes Phänomen. Die Wissenschaft sollte sich diesen Phänomens in Zukunft stärker annehmen.







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