Was tun bei Datenverlust
Eine einfache Methode zum Vermeiden großer Schäden ist das Backup. Erstellen Sie routinemäßig in festen Abständen ein Backup und bewahren Sie dieses an einem separaten Ort auf. Dabei kann es natürlich immer noch passieren, dass es zum Zeitpunkt des Backups zu Datenverlust kommt.
Sollte das der Fall sein, beachten Sie folgende Tipps:
- Schalten Sie alle Spannungsquellen aus. Wenn ein Problem mit der Festplatte besteht, reagieren Sie darauf nicht mit mehrmaligem Ein- und Ausschalten des Computers. Wenn das Problem physikalischer Art ist, wird dadurch alles nur noch schlimmer. Innerhalb weniger Sekunden könnten Sie all Ihre Daten verlieren.
- Handeln Sie mit Bedacht und nicht in Panik. Setzen Sie sich hin und denken Sie nach. Haben Sie ein Backup erstellt? Wie wertvoll sind die Daten? Können die Dateien manuell wieder erstellt werden und was wären die Kosten?
- Wenden Sie sich für professionelle Beratung an einen Spezialisten. Versuchen Sie nicht, das Rad neu zu erfinden.
- Berühren Sie die Festplatte nicht. Öffnen Sie Festplatten niemals selbst. Entfernen Sie keine Schrauben. Mit dem Lösen nur einer einzigen Schraube kann sich der Schaden bereits verschlimmern.
- Installieren Sie das Betriebssystem nicht neu. Sie erhalten dadurch keinen Zugang zu den alten Dateien.
- Verwenden Sie keine automatischen Wiederherstellungstools. Was auch immer behauptet wird, diese Tools sind nicht in der Lage, Abhilfe bei Datenverlust auf Grund von physikalischen Schäden zu schaffen. Sie werden den Schaden im Gegenteil eher noch verschlimmern.
- Schließen Sie die Festplatte im Slave-Modus an. Möglicherweise gelingt Ihnen der Zugriff jetzt. Diese Option ist praktisch, wenn nur ein Problem des Betriebssystems vorliegt. Die Systemwiederherstellungsoption einiger Betriebssysteme funktioniert nicht immer. Der Anschluss der Festplatte als Slave ist eine erste Lösungsmöglichkeit.
- Verwenden Sie eine externe Festplatte für die Datensicherung. Diese kann leicht mitgenommen werden. Auch ein USB-Stick mit hoher Speicherkapazität ist eine Alternative, um die Daten mitzunehmen.
Wie können Sie zukünftig Datenverlust verhindern?
Datenverlust kann man auf verschiedene Arten vorbeugen. Sie können spezielle Software benutzen, die regelmäßig ein Backup Ihrer (System-)Daten erstellt. Wenn Sie eine große Anzahl Systeme mit guten Backuplösungen ausstatten wollen, können wir Sie dabei unterstützen.
Oft kommt auch so genannte Network Attached Storage (NAS) zur Anwendung. Dabei handelt es sich um Boxen, die man über ein Netzwerkkabel an ein Netzwerk anschließt. Sie dienen als Datenspeicherserver ohne die Komplexität eines gewöhnlichen Servers. Das Kästchen verfügt über verschiedene Stecker, die man an das Netzwerk anschließt. Ein NAS-System ist aber noch nicht genug, denn es hat verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten. Auch beim NAS sind Backups notwendig. Ein falsch konfiguriertes NAS macht eventuelle Probleme zu noch größeren Denkaufgaben.
NAS-Systeme laufen oft mit der Software Microsoft Windows Storage Server 2003. Dieses spezielle Betriebssystem kann auf mehrere Festplatten in verschiedenen Konfigurationen zugreifen. Das NAS nutzt verschiedene Zugangsmechanismen, FTP, DFS (Distributed File System), etc. Daneben ist es mit unter anderem einem Volume Shadow Copy Service (VSS) und einer Disaster Recovery Option ausgerüstet.