Angesicht der sich verändernden den Altersstruktur der Bevölkerung wird es in den nächsten Jahren weiterhin eine Zunahme an Menschen mit der Krankheit Demenz zu verzeichnen geben. Dies ist für die Altenpflege von besonderer Bedeutung, und fordert konzeptionelle Anpassung, ebenfalls entsprechende Fortbildungen.
Zur Zeit leben in Deutschland ca. 1,2 Mill. Menschen mit Demenz. Geschätzt wird für das Jahr 2030 das 2,5 Mill. Bürger an Demenz erkrankt sind.
Spricht man von einer Demenz besteht kein einheitlicher Sprachgebrauch.
Aber was ist eine Demenz?
Demenz ist keine einheitliche Krankheit, sondern ein Syndrom.
Demenz ist ein chronischer fortschreitender Abbauprozess des Gehirns, es kommt zu einem Verlust von Nervenzellen.
Demenz ist dabei ein Sammelbegriff für eine Reihe von Erkrankungen, die durch Veränderungen des Gehirns zu einer bleibenden und fortschreitenden Veränderung geistiger und psychischer Leistungen führen.
Kernsymptom ist die Gedächtnisstörung!
Demenzkriterien nach ICD – 10
- Abnahme des Gedächtnisses und anderer kognitiver Fähigkeiten, charakterisiert durch Verminderung der Urteilsfähigkeit und des Denkvermögens
- Keine Bewusstseinseintrübung
- Verminderte Affektkontrolle mit mindestens einem der folgenden Merkmale:
- emotionale Labilität
- Reizbarkeit
- Apathie
- Vergröberung des sozialen Verhaltens
- Dauer mindestens 6 Monate
Die Symptome nehmen im Verlauf der Erkrankung zu, sie führen von der Beeinträchtigung der Alltagsfähigkeit über den Verlust der selbstständigen Lebensführung bis zum Schluss zum körperlichen Verfall.
Die Selbständigkeit des Menschen gilt es lange zu erhalten und die Unabhängigkeit zu fördern. Die Pflege soll für den Betroffenen entlastend sein.
Die grundsätzliche Haltung in der Begegnung sollte von einer Wertschätzung geprägt sein.
Jeder Mensch will „etwas wert sein“! Demenz Erkrankte spüren, ob ihnen ohne Vorbehalte gegenüber getreten wird.
Das Krankheitsbild, die Besonderheit der Begegnung und die qualifizierte Umsetzung für die Alten- und Krankenpflege sind wichtige Inhalte für Basis orientierte Fortbildungen.
Autorin: Margrete Stöcker, www.fortbildungvorort.de