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Der Bikini – eine Innovation in der Bademode



Im Sommer 1946, als der erste Bikini mit einem Zeitungsmuster bedruckt in Paris präsentiert wurde, war das Publikum schockiert und empört. Geradezu skandalös war der Auftritt der Stripteasetänzerin Micheline Bernardini, die sich damals in diesem bahnbrechenden Zweiteiler zur Schau stellte. Doch diese Reaktion hatte der Schöpfer des neuen, gewagten Badeanzugs, Louis Réard, nicht nur eingeplant, sie war sogar beabsichtigt. Denn im selben Jahr riefen die gerade auf dem Bikini-Atoll in der Südsee durchgeführten Atombombentests eine ebensolche Entrüstung bei der Öffentlichkeit hervor, die den Mode Designer zum Werbeslogan „Der Bikini – die erste anatomische Bombe“ inspirierte.

 

Doch die damalige Zeit mit ihren strengen gesellschaftlichen Sitten ließ das Tragen von Bikinis nicht zu; ein fast weltweites Badeverbot war die Folge. Erst 1965 durfte der Bikini zumindest an einigen Stränden getragen werden. Nicht selten jedoch schritt an Orten, an denen die knappen Zweiteiler verboten waren, die Polizei ein. Dennoch wurde der Bikini immer wieder populär gemacht: in Modemagazinen oder auch auf der Leinwand. Schauspielerinnen wie Brigitte Bardot, Ursula Andress und Romy Schneider zeigten sich in Filmen freizügig im Bikini.

 

Nach mehrfachem modischen Auf und Ab bis Ende der 60er Jahre hatte der Bikini in den 70ern endlich einen festen Platz in der Bademode eingenommen. In den 90ern wurden die Bikinis dann immer knapper und extravaganter; die Laufsteg-Modelle sahen zum Teil eher wie Dessous aus. Außerdem hielten mit der Etablierung des „Wonderbra“ Push-up-Bikinis Einzug in die Strand- und Badebekleidung.

 

Heute prägen raffinierte Schnitte, auffällige Muster und besondere Materialien die Mode der Bade-Outfits und machen sie jede Saison erneut zu Hinguckern. Farblich reicht die Auswahl von schlichtem Schwarz über bunte Blumen-Prints und Karibik-Muster bis hin zum Enthno-Look in Braun- und Khakitönen. Und das in recht vielfältigen Formen: Ob Tankini, Triangle-Bikini, Monokini oder Minimalbikini – es wird getragen, was gefällt. Was sonst noch so angesagt ist, lesen Interessierte auch im Modeblog.

 

Autor: Anke Gärtner-Makareinis


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