Literatur

Der erste Korintherbrief




Der erste Brief des Apostel Paulus an die christliche Gemeinde in Korinth wurde ca. 56 n.Chr von Ephesus aus geschrieben. Der Brief gehört zu den 27 Büchern des Neuen Testamentes.

Der Anlass des Briefes war folgender: Nach der Abreise des Paulus kam es innerhalb der korinthischen Gemeinde zu erheblichen Problemen. Paulus reagiert in seinem Brief auf diese Mißstände und beantwortet gleichzeitig einige Fragen der Korinther, die diese ihm gestellt hatten.

Zu den Mißständen innerhalb der Gemeinde gehörten Spaltungen, Überheblichkeit (die Korinther waren der Meinung, sie seien besonders "weise") und Unsittlichkeiten. Die Fragen, auf die Paulus in seinem Brief eingeht, gehören in die Bereiche Ehe, Speisevorschriften und geistliche Gaben.

Das dreizehnte Kapitel des ersten Korintherbriefes ist wohl eines der berühmtesten Kapitel innerhalb der ganzen Bibel: Das Hohelied der Liebe. In ihm betont der Apostel, dass die Liebe das höchste Gut und die anstrebenswerteste Gabe überhaupt ist. Der letzte Vers dieses Kapitels lautet:

"Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die größte aber von diesen ist die Liebe" (1 Kor. 13,13)

Auch das 15. und vorletzte Kapitel dieses Briefes ist in die Geschichte eingegangen. Es ist das bekannte Auferstehungskapitel. Hier zeigt Paulus deutlich auf, dass Jesus Christus auferstanden ist und lebt. Wenn dies nicht so wäre, wäre jegliche Predigt, wäre jeglicher Glaube hoffnungs- und sinnlos. Nur die Hoffnung auf den Auferstandenen gibt auch dem gläubigen Menschen die Hoffnung auf das ewige Leben.

Der erste Korintherbrief ist zusammen mit dem Römerbrief einer der längsten Briefe des Neuen Testamentes. Viele Bereiche des Briefes lassen sich ohne weiteres auch auf unsere, moderne Zeit übertragen.

Eckart Haase

Frohe Botschaft
Christliche Gedichte

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