Wer sich die Entwicklung der Börsenkurse seit dem Ausbruch der Finanzkrise 2008 anschaut, ahnt, wie sehr sich die Depots vieler Privatanleger noch im Verlustbereich befinden. Da wundert es nicht, dass immer mehr Sparer ihr Geld lieber sicher anlegen und dafür auf möglichst hohe Renditen verzichten wollen.
Tagesgeld und Festgeld sind hierbei mehr denn je Mittel der Wahl, bieten sie doch attraktive Zinsen und – zumindest bei inländischen Kreditinstituten fast immer – eine mehr als ausreichende Sicherheit dank mehrstufiger Einlagensicherung.
Die Tagesgeld-Zinsen orientieren sich dabei langfristig zum einen am EONIA, dem Interbankenzinssatz für Tagesgelder, und zum anderen daran, zu welchen Zinsen sich die Banken untereinander Geld leihen.
Bei den Festgeld-Zinsen dient der Euribor als Richtlinie, der börsentäglich für Laufzeiten von einer Woche bis hin zu zwölf Monaten veröffentlicht wird. Auch hier wird aber das Zinsniveau bei Ausleihungen der Banken untereinander berücksichtigt, so dass sich das Zinsniveau nicht nur an einem oder mehreren Referenzzinssätzen ausrichtet.
Besonders in der Finanzkrise gab es verlockend hohe Zinsen auf Tages- und Festgeld, was dem Umstand geschuldet war, dass sich die Banken untereinander kaum noch Geld geliehen hatten und frisches Kapital daher über neue Einlagen der Sparer eingeworben werden musste.
Als Altersvorsorge oder ausschließliche Kapitalanlage ist weder Tages- noch Festgeld geeignet, jedoch bietet es sich an, wenn man seine eigene Liquiditätsreserve anlegen will.