Die Gründung Johannesburgs (Südafrika) geht auf den Goldrausch des Jahres 1886 zurück, als der australische Goldgräber George Harrison im März desselbigen Jahres im Gebiet um Witwatersrand das größte Goldvorkommen der Erde entdeckte. Aus aller Welt strömten die Goldsucher nach Südafrika in jene kargere, felsige Gegend. In nur zehn Jahren wuchs aus dem ersten Goldgräber Camp die größte Stadt Südafrikas, Johannesburg, die selbst die 200 Jahre alte Stadt am Kap übertraf. Bis heute ist das Witwatersrand-Becken die weltweit führende Gold-Provinz.
Für über 100 Jahren wurde Südafrika somit zum größten Goldproduzenten. Ein Drittel des gesamten Goldvorkommens weltweit stammt aus eben diesem Gebiet Johannesburgs. Derzeit entfallen 17% der weltweiten Goldproduktion auf Südafrika, was den vierten Platz hinter China, USA und Australien bedeutet.
Durch die Demokratisierung des Landes im Jahr 1994 bekam auch die Goldproduktion stabile und verlässliche Verhältnisse. Die südafrikanischen Märkte zählen zu den aufstrebendsten Märkten weltweit, die Börse der Landes zu den zehn größten Börsen weltweit. Dank der politischen Stabilisierung, wurde auch in die anderen Lebensbereiche des Landes deutlich investiert. Die Infrastruktur des Bergbaus in Südafrika wird somit durch eine moderne Energie- und Verkehrsversorgung bzw. einer hochentwickelten Rechts-, Kommunikations- und Finanzsituation unterstützt und vervollständigt.
Um das geförderte Gold in seiner größten Reinheit eines echten Goldbarrens vorliegen zu haben, müssen viele intensive Arbeitsstufen durchlaufen und das Gold am Ende in einem aufwendigen Prozess verarbeitet und gereinigt werden. Im Jahr 2009 förderte Südafrika nach eigenen Angaben 204,9 Tonnen des Rohstoffes Gold.
Dafür hat muss ein goldförderndes Land wie Südafrika große Anstrengungen und Investitionen unternehmen. Um nur ein Kilogramm feinstes Gold herzustellen werden etwa 106,1 Tonnen Erz, 174900 Liter Wasser, 18390 KWh Strom, fast 386 m³ Pressluft, sehr viel Sprengstoff und sehr viele Tonnen Chemikalien. Da der Goldpreis aber seit der Finanzkrise kontinuierlich gestiegen ist, profitiert auch Südafrika, wie die anderen großen Goldproduzenten der Welt, von dieser Entwicklung.
Doch auch die Reinigung und das Schmelzverfahren von Altgold zurück zu Feingold ist aufwendig, aber je nach Vorkommen als Schmuckstücke, Zahnbrücken, Münzen, Bruchgold und andere Goldgegenstände werden angesichts des hohen Goldpreises verstärkt angekauft. Es sollte dabei darauf geachtet werden, dass der Goldankauf bei seriösen Händlern vorgenommen wird. Um einen seriösen Händler handelt es sich u.a. wenn dieser einen Ruf zu verlieren hat, wenn er den Kunden an der Ermittlung, das Wiegen, des echten Goldwertes im Altgold teilhaben lässt und transparent seine Kalkulation darstellt. Bei der Nennung eines Fixpreises ist Vorsicht geboten. Fahrende Goldhändler, die Ihre Dienste auf den Märkten anbieten, sollten eher gemieden werden. (mf)
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