Obwohl ihre Wurzeln wahrscheinlich dort nicht liegen. Bis heute ist nicht geklärt, wer diese Uhr erfunden hat, auch ist nicht überliefert wann und wo die erste Kuckucksuhr gefertigt wurde. Charakteristisch für die Kuckucksuhr sind sowohl ihre detailreichen Schnitzereien und zum anderen die Form, in der das Schlagwerk die Stundenzahl anzeigt: Oberhalb des Ziffernblatts ist ein Türchen angebracht, aus dem zu jeder vollen und halben Stunde ein kunstvoll geschnitztes Vögelchen herauskommt, dass die Uhrzeit ansagt.
Die meisten heute erhältlichen Kuckucksuhren sind Wanduhren mit Pendel. Generell werden Kuckucksuhren aus Holz gefertigt, das mit kunstvollen Schnitzereien bestückt ist und oftmals noch typische gemalte Dekorationen aus der Tier- und Pflanzenwelt des Schwarzwalds aufweist. Da die Kuckucksuhren oft mit Waldmotiven verziert werden, weisen die Pendelgewichte oftmals die Form von Tannenzapfen auf.
Die heutige Form der Schwarzwälder Wanduhren stammt von Jakob Eisenlohr, die typische Form eines kleinen Häuschens hat die Uhr der Tatsache zu verdanken, dass dieser Jakob Eisenlohr ein Bahnhofshäuschen mit einem Ziffernblatt versah. Dem entsprechend heißen die meisten heute bekannten Kuckucksuhren eigentlich Bahnhäusleuhren. Der Schwarzwald identifiziert sich mit diesen Uhren und genießt das daraus resultierende Touristenaufkommen: auf vielen Ortschildern prangt eine aufgemalte Kuckucksuhr, man sieht zahlreiche Gemälde an Häusern – diese Wanduhr ist allgegenwärtig.
Und über die Jahre avancierte sie zu einem Souvenir, das im Ausland sehr beliebt ist: kein anderer Gegenstand wird so sehr mit Deutschland identifiziert, wie die traditionelle Wanduhr mit dem kleinen Kuckuck. Viele moderne Pendeluhren haben ihren Ursprung in der Bauweise der Bahnhäusleuhr. Und die modernen Uhren werden auch innerhalb Deutschlands immer beliebter.
Autor: Sandra Müller
Mail: sandy.mueller1(at)gmx.net