Versicherungen

Die private Altersvorsorge


Die private Altersvorsorge

 

Die gesetzliche Rente ist sicher - sie ist sicher niedriger als bisher angekündigt. Dadurch sollte die private Altersvorsorge von immer mehr Bundesbürgern zur weiteren Absicherung der eigenen Rentenversicherung herangezogen werden.

 

Norbert Blüm prognostizierte vor zehn Jahren für das Jahr 2009 noch eine Standardrente von ca. 1500 Euro. Der amtierende Bundessozialminister Müntefering korrigiert die Prognose für das Jahr 2009 nun deutlich nach unten, auf ca. 1200 Euro.

 

Die Berechnung basiert allerdings auf einer Erwerbsbiographie mit 45 Beitragsjahren und einem durchschnittlichem Verdienst. Wer nach Berufsausbildung oder Studium erst mit Ende 20 in das Berufsleben einsteigt, müsste folglich über das 70. Lebensjahr hinaus arbeiten, oder mit einer deutlich geringeren Rente auskommen. Gleiches gilt für Erwerbstätige, die über einen längeren Zeitraum arbeitslos waren.

 

Auch langfristig wird laut Bundesregierung das Nettorentenniveau der gesetzlichen Rente noch weiter schrumpfen. Aktuell liegt es bei ca. 70 % des letzten Nettoeinkommens und soll bis zum Jahr 2030 um rund ein Viertel reduziert werden. Dieser Plan wird aber nur dann realisiert werden können, wenn in Zukunft die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zunimmt und der Durchschnittslohn steigt. Andernfalls wäre wohl auch ein Nettorentenniveau von ca. 50% nicht völlig auszuschließen.

 

Wer seinen Lebensstandard im Alter halten möchte, kommt daher an einer private Altersvorsorge nicht vorbei. Es gibt eine Fülle von privaten Altersvorsorgeprodukten und die individuelle Auswahl scheint angesichts der Tragweite der Entscheidung schwierig zu sein. Schließlich soll das Vorsorgekonzept für die private Rentenversicherung ein ganzes Erwerbsleben lang finanzierbar bleiben.

 

Dabei ist es wichtig, schon frühzeitig mit der privaten Rente zu beginnen. Einerseits kann man bei einer langen Vertragslaufzeit den Zinseszinseffekt am stärksten nutzen und andererseits wird die monatliche Beitragshöhe so möglichst niedrig gehalten.

 

Autor: Stefan Hofstetter

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