Die Verkaufszahlen von Notebooks sind in den letzten Jahren rasant gestiegen – der Hauptgrund sind die stark fallenden Preise. Vom Preisbrecher-Notebook um 500 EUR bis Highend im Bereich von mehreren Tausend Euro – wo liegen die Unterschiede, was benötigt man?
Viele machen den Fehler, bei einem Notebook nur auf die Leistung und den Preis zu achten. Doch ein Notebook ist weit mehr als nur einige Komponenten in einem Gehäuse verbaut. Es muss die richtige Größe haben, je nach späterer Anwendung mehr Leistung oder lange Akkulaufzeiten, ggf. modulare Schächte, eine annehmbare Lautstärke und natürlich nicht zu vergessen die Qualität/Verarbeitung und der Service muss stimmen.
Die Leistung wird deshalb im Folgenden bewusst vernachlässigt - Leistung geht immer auf Kosten von Akkulaufzeit, Geräusch- und Hitzeentwicklung, weiterhin wird auf diese auch ohne spezielle Hinweise geachtet.
Nach diesen wichtigen Aspekten kann man sich ein Profil erstellen und dann gezielt auf die Suche gehen.
Größe/Gewicht:
Die Größe und das Gewicht sind ein wichtiger Faktor. Sehr verbreitet sind momentan 15“-Notebooks mit einem Gewicht von ca. 3 kg – diese lassen sich noch gut in entsprechend großen Taschen transportieren. Subnotebooks dagegen sind rein auf Portabilität ausgelegt. Sie sind sehr klein, mit kleinen Displays und oft ohne internes optisches Laufwerk. Dafür sind sie mit Gewichten von ca. 1,5 kg ständiger Begleiter. Die 17“-Notebooks sind als Desktop-Ersatz konstruiert und bieten auch dementsprechend die meiste Leistung. Ihr Gewicht von bis zu 6 kg ist aber enorm.
Akkulaufzeit:
Auf die Akkulaufzeit haben alle Komponenten eines Systems großen Einfluss. Große Displays erfordern starke Akkus, ebenso wie Desktop-Prozessoren und dedizidierte 3D-Grafiklösungen. Eine Akkulaufzeit von maximal knapp 2 Stunden ist keine Seltenheit. Wer das Notebook länger ohne Stromnetz betreiben will, der sollte ein Notebook mit einem reinen Mobilprozessor wie einem Pentium M (Centrino-Technologie) oder einem Turion wählen. Weiterhin ist eine integrierte Grafik ratsam, da diese sehr stromsparend sind.
Lautstärke:
Ein nicht zu unterschätzender Faktor sollte die Lautstärke sein. Im Grund gilt hier das gleiche wie bei der Akkulaufzeit: Notebooks mit wenig Stromverbraucht erzeugen wenig Abwärme, Lüfter werden bestenfalls ganz unnötig. Bei Notebooks mit ATI- oder Nvidia-Grafik und/oder Desktop-CPU läuft der Lüfter meist ständig.
Qualität/Verarbeitung/Service:
Dies ist der zumeist unterschätzte Teil bei einem Notebook. Besitzer von günstigen Notebooks müssen hier einfach Abstriche machen – die Hersteller werden durch den Preiskampf zu Einschnitten gezwungen.
Grundsätzlich kann man zwischen Consumer- und Business-Notebooks unterscheiden. Erstere sind auf Preis-Leistung optimiert und werden oft von OEM-Herstellern eingekauft und unter eigenem Namen verkauft. Die Business-Notebooks sind dagegen deutlich teurer, bieten aber oft modulare Laufwerksschächte, sehr gute Verarbeitung und Zuverlässigkeit, Vor-Ort-Service bis zu 5 Jahre.
Jeder der auf sein Notebook angewiesen ist sollte zu einem Business-Notebook greifen – die günstigsten gibt es dort zu mindestens dem gleichem Preis wie die teureren der Consumer-Notebooks.
Eigenheiten von bestimmten Notebooks:
Ist ein Notebook schon einige Wochen auf dem Markt, sollte man sich in Foren über das Notebook informieren. Gerade Consumer-Notebooks haben in der ersten Serie öfters noch Probleme, die man dann – wenn überhaupt – erst später durch ein BIOS-Update beheben kann.
Ein Forum für die Amilo-Notebooks von Fujitsu-Siemens Computers ist http://www.amilo-forum.de/, oftmals finden sich Testberichte in entsprechenden Portalen und auf privaten Webseiten.