2008 war ein sehr ereignisreiches Jahr: Unter anderem bekamen die USA mit Barack Obama einen neuen starken Mann als US-Präsidenten (wobei dies auch ein Premiere ist, weil er auch der erste schwarze Präsident ist und prompt für seine Leistungen 2009 mit dem Friedensnobelpreis bedacht wurde). Und auch Frankreich hatte einiges zu feiern. Am 2. Februar 2008 insbesondere die Hochzeit von Staatschef Nicolas Sarkozy mit der italienischen Sängerin Carla Bruni. Und Dänemark bekam mit Marie Cavallier eine neue Prinzessin an die Seite von Prinz Joachim von Dänemark. 2008 war aber auch das Jahr, in dem die Bundesregierung endlich nach langem hin und her die Wohnriester (offiziell Eigenheimrente) einführte. Die Wohnriester ist eine weitere Variante der Riester Rente, die eine staatlich geförderte Altersvorsorge ist und die Lücke zwischen der Altersrente und dem heutigen Lebensstandard der Menschen in Deutschland einmal schließen soll. Benannt wurde die Riester Rente nach Walter Riester, einem zurzeit der Einführung sich im Amt befindlichen Ministers.
Kaum eingeführt musste sich die Wohnriester harter Kritik aussetzen und ist nach dem Urteil der EU nachbesserungswürdig. Die Bestimmungen dieser Sparform der Riester Rente schrägt nämlich die Freizügigkeit der Menschen in Europa ein. Das heißt die Politik muss nun die Wohnriester dahingehend nachbessern, dass es den Riester Rente Sparern auch gestattet ist mit deren Hilfe eine Immobilie (ob nun Hausbau oder Hauskauf) im europäischen Ausland zu erwerben. Bislang ist nur ein Bau oder Erwerb von Immobilien in Deutschland möglich. Dabei sollte diese Form der Riester Rente auch die 2006 unwiderruflich gestrichene Eigenheimzulage ein kleinwenig ersetzen. Von 2006 bis 2008 gab es für die bauwilligen Verbraucher hinsichtlich einer Förderung von Wohneigentum nichts.