Wenn leitende Positionen in großen Firmen zu vergeben sind, erfolgt die Suche nach geeigneten Kandidaten nicht über eine Stellenanzeige, sondern über einen Headhunter, der nach geeigneten Kandidaten sucht. Mit diesen nimmt er dann Kontakt auf. Dieses System der Personalsuche wird als Direktansprache oder Executive Search bezeichnet. Die Idee ist schon alt
Die Idee der Direktansprache stammt aus den USA. In den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts fehlte es in Folge des ersten Weltkriegs an Führungskräften und die herkömmliche Suche gestaltete sich als schwierig und zeitaufwendig. So entstand die Idee, die Suche an ein darauf spezialisiertes Dienstleistungsunternehmen auszulagern.
Vorgehensweise
Sucht eine Firma einen Mitarbeiter in leitender Position, wendet es sich an einen Headhunter oder an ein Executive Search Unternehmen. Zusammen wird geklärt, welche Eigenschaften und Kenntnisse von einem potentiellen Mitarbeiter verlangt werden.
Der Headhunter beginnt dann mit seiner Recherche und sucht zunächst nach Firmen, in denen ähnliche Mitarbeiterprofile verlangt werden. Im nächsten Schritt sucht er dann nach vermeintlich geeigneten Personen in diesen Fimen und spricht sie an. Durch diese Direktansprache kann der Headhunter sich ein Bild von den einzelnen Kandidaten machen und eine Vorauswahl treffen. Aus diesen kann der Klient dann einen Mitarbeiter auswählen.
Kritikpunkte
Kritiker der Direktansprache werfen Headhuntern vor, dass sie Menschen, die mit ihrem Arbeitsplatz zufrieden sind, den Mund wässrig machen und sie mit Versprechen abwerben. Doch dabei werden zwei Dinge übersehen. Erstens steht es jedem frei, ein solches Angebot anzunehmen oder abzulehnen. Zweitens dient der Headhunter nur als Mittler zwischen Arbeitgeber und potentiellem Arbeitnehmer. Auf die ausgehandelten Vertragsbedingungen hat er keinen Einfluss. Somit wirbt also nicht er ab, sondern das Unternehmen, für das er tätig ist.