Im Januar 2006 bin ich das erste Mal über die Phrase “Dirty Talk” gestolpert, während ich die weiblichen Kontaktanzeigen in einem Seitensprungportal studierte. Dort stand hin und wieder im Profil der Girls: „Ich stehe auf „Dirty Talk!“ Aha, für schmutziges Gerede hat sich also ein fester Begriff in unserer Gesellschaft etabliert. Na so was? Braucht man jetzt ein Wörterbuch, damit man sich der Etikette entsprechend ausdrücken kann? Nein, das ist nicht nötig. Denn „Dirty Talk“ bedeutet nicht mit schmutzigen Begriffen wild um sich zu werfen, was jeder Lady zur spontanen Flucht verhilft, sondern Dirty Talk ist vielmehr die Kunst, durch eine scharfe Unterhaltung, die sexuelle Fantasie seines Partners anzuregen, bzw. zu steigern. Aber wer steht auf schmutziges Gerede? Meine Recherche im Internet überraschte mich kolossal mit folgenden Ergebnissen: Durchschnittlich jeder 2. Mann und jede 2. Frau soll wirklich durch schmutziges reden in Stimmung kommen. Leute schaut Euch doch mal um auf der Arbeit oder besser noch auf dem Oktoberfest und dann zählt mal ab. Na was sagt ihr jetzt. Es lohnt sich also wirklich, sich mit dieser Internetmodernen Kommunikation vertraut zu machen. Aber passen Sie auf, dass Ihnen nicht das gleiche passiert wie mir, denn ich steigerte mich so sehr rein in dieses großartige Thema, dass ich gleich 20 erotische Kurzgeschichten schrieb, die unter dem Titel „Dirty Talk Story´s“ im BP-Verlag als Buch erschienen sind. Besser als Bücher schreiben, sind praktische Übungen. Überraschen Sie doch mal mit einem schmutzigen Kompliment! Meine Frau konnte über den kleinen Versprecher - „Du seile Gau“ - herzlich lachen, was sich ganz leicht weiter ausbauen lässt, jedenfalls kann es für höllischen Spaß sorgen. Weniger gelacht hat sie über das Vorwort in „Dirty Talk Story´s“, hier beichtete ich ihr meine Umtriebe im besagten Seitensprungportal.
12.02.2007 Magnus Molasky