Die menschliche Entwicklungsgeschichte ist eng mit der Domestizierung von Wildtieren zu Haustieren verbunden. Zu den ersten Tieren, die sich vermutlich freiwillig vor mehr als 15.000 Jahren dem Menschen anschlossen, gehörte der Wolf, der mit der Zeit zum Haushund wurde. Gentechnische Studien weisen darauf hin, dass die Wölfe sich bereits vor mehr als 100.000 Jahren nomadisierenden Jägern und Sammlern anschlossen. In einer Zeit, in der die frühzeitlichen Menschen vermutlich noch gar nicht in der Lage waren, Tiere zu domestizieren. Von Seiten der Wissenschaft gibt es hierzu nur Spekulationen. Einige Forscher sind der Meinung, der Wolf schloss sich als Resteverwerter den menschlichen "Rudeln" an. Wie dem auch sei, der Hund gehört heute zu den beliebtesten Haustieren.
Im Beliebtheitsgrad folgt hinter dem Haushund die Hauskatze. Ähnlich wie beim Hund, so schlossen sich vermutlich auch die Katzen dem Menschen freiwillig an. Ohne ihre Eigenständigkeit zu opfern, erkundeten einstige Wildkatzen möglicherweise die Vorratsspeicher menschlicher Ansiedlungen nach geeigneter Beute. Der Mensch, der die Jagd der Katzen nach tierischen Schädlingen in seinen Speichern wohlwollend betrachtete, ließ die Katzen anfänglich wahrscheinlich einfach gewähren. Erst mit der Zeit begann er dann mit der eigentlichen Domestikation und züchterischen Auslese vor etwa 9.000 Jahren. Es sei angemerkt, es handelt sich vielfach nur auf Vermutungen, die sich auf wenige archäologische Funde stützen. Dieses Fehlen an Fakten bietet einen weiten Spielraum für unterschiedliche Spekulationen und wissenschaftlichen Theorien.
Katzen und Hunde waren nur der Anfang. Je sesshafter der Mensch wurde, um so mehr Arten von einstigen Wildtieren wurden zu Haustieren domestiziert. In den ersten Jahrtausenden stand hierbei der Nutzwert einer Tierart im Vordergrund, doch schon bald wurden auch Rassen gezüchtet, die nur noch der Unterhaltung dienen sollten oder als Heimtiere dem Menschen als Gesellschafter einst willkommen waren und noch heute willkommen sind.