Familie

DSDS: Sarah Engels – Superzicke mit Superstar-Potential?



Kein anderer DSDS Kandidat spaltet die Nation mehr als Sarah Engels. Die 18 Jährige ist nun das letzte Mädchen in der Top 5 und ihre Sieg Chancen stehen nicht schlecht.

Da meine Kids auf die RTL-Show stehen, schaue ich mir das Spektakel gemeinsam mit ihnen an und ich bin schon ein wenig schockiert darüber, welche Werte das Format jungen Menschen vermittelt.

Bestes Beispiel ist der – von RTL meines Empfindens nach total hochgespielte – Zickenkrieg zwischen den DSDS-Kandidatinnen Sarah Engels und der 17-jährigen Nina Richel. Die Mädchen sollten gemeinsam eine Ballade vortragen und zunächst sah alles ganz gut aus. Für Sarah lief es am Tag davor nicht ganz so gut, weswegen sie sehr motiviert an die neue Aufgabe heranging mit dem Bestreben, sich unbedingt zu beweisen. Schon da merkte man, das Sarah wirklich eher eine Einzelkämpferin ist.

Nina hingegen schätz sich und Sarah als gleichermaßen begabte Superstar-Anwärterinnen ein und sieht sogar charakterliche Ähnlichkeiten zur Duett-Partnerin. Jedoch hat die schon rein durch ihr Äußerliches etwas benachteiligt wirkende Nina, die mit der sexy Sarah Engels nicht so ganz mithalten kann und auch nicht ganz so selbstsicher rüber kommt, Probleme mit dem Song „Moments Like This“. Sie weiß, wie sie singen muss, kann es aber nicht umgesetzten und das Feeling nicht vermitteln.

Doch Unterstützung gibt es von Sarahs Seite aus nicht. Die macht lieber ihr eigenes Ding und übt alleine weiter, während Nina frustriert ist und mit sich selbst hadert. Am nächsten Morgen treten beide dann vor malerischer Kulisse vor die DSDS-Jury, bestehend aus Dieter Bohlen, Fernanda Brandao und Patrick Nuo. Im Schatten von Palmen performen sie ihren Song am weißen Sandstrand der Malediven.

Die Blicke der Juroren sind schwer zu deuten, ihre Augen sind von riesigen Sonnenbrillen verdeckt. Doch auf Kritik muss man bei Deutschland sucht den Superstar nie lange warten und so ergreift Patrick Nuo das Wort. Er lobt Sarah und auch Dieter Bohlen schließt sich seiner Meinung an. Bei Nina hingegen hagelt es negative Kommentare. Fernanda Brandao weißt die verzweifelte DSDS-Kandidatin sogar darauf hin, dass auch optisch einiges zu optimieren gewesen wäre.

Das Ende vom Lied: Nina weint und nimmt sich die Kritik sehr zu Herzen, während Sarah sich kameratauglich im seichten Wasser aalt und ihr gutes Feedback genießt, anstatt der Duett-Partnerin beizustehen und ihr Trost zu spenden.

Nachdem Sarah von dem Zuschauern (vielleiht auch wegen ihrer Zickerein?) herausgewählt worden war folge ein weiterer Zickenkrieg zwischen Nina und Anna-Carina. Das ganze wurde Nina doch ein wenig Zuviel und nach einem Kollaps während einer Show wurde Sie von RTL zum aufhören gezwungen. Die schon ausgeschiedene Sarah durfte wieder Zurückkeren und wieder auf einen Sieg hoffen.

Da fragt man sich als Mutter wirklich, wie man seinen Kindern bei einem solchen Verhalten vermitteln soll, dass diese egoistische Der-Rest-ist-mir-egal-Einstellung im echten Leben nicht funktioniert und auch nicht angebracht ist, wenn man es bei Deutschland sucht den Superstar und ähnlichen Formaten doch tagtäglich vorgelebt bekommt. Und auch Fernanda Brandaos Kritik an Ninas Aussehen war meiner Meinung nach einfach nur unangebracht und verletzend. Vor allem in einer Castingshow, in der es ums Singen geht, ist dieses Thema doch total irrelevant.

Wer auch immer dieses Jahr DSDS gewinnen, oder wann das Finale auch immer sein wird, mit Musik hat das leider nicht mehr so viel zu tun. Unterhaltung für die ganze Familie stelle ich mir anders vor.


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