Die Weihnachtsbäckerei mit Vanillekipferl und Weihnachtsplätzchen könnte nicht ohne die besonderen Gewürze bestehen. Neben Vanilleschoten gehören Zimt, Anis, Kardamom, Koriander, Nelken und Piment zu den klassischen Weihnachtsgebäckgewürzen.
Die Gewürze erzählen so manche Abenteuergeschichten. Von mutigen und entdeckungsfreudigen Seefahrern wie Kolumbus oder von Karawanen arabischer Kaufleute.
Gewürze haben wie kein anderes Lebensmittel sonst, die Geschichte maßgeblich mitbestimmt. Das europäische Mittelalter und die Römer waren verrückt nach Gewürzen und man bezahlte damals Unsummen dafür.
Heute sind die Gewürze glücklicherweise für jedermann bezahlbar, denn manche von ihnen kann man sich aus unserer Weihnachtsbäckerei gar nicht mehr wegdenken.
Einigen Gewürzen sagt man auch heilende Wirkungen nach. Doch ob unser Weihnachtsgebäck heilend wirkt, muß jeder selbst herausfinden. Lebkuchen wird durch seine Gewürzmischung zwar nicht zum Heilmittel, aber schmecken eben besonders gut.
Die weihnachtlichen Gewürze lassen sich im Übrigen nicht nur für das Gebäck verwenden. In Wein gemischt, wird aus einem normalen Tafelwein der berühmte Glühwein, der an kalten Tagen Magen und Seele wärmt. Statt Wein kann man auch Traubensaft nehmen und daraus eine alkoholfreie Variante des Glühweins, den alkoholfreien Gewürzpunsch, zaubern.
Dazu braucht man 1 Liter Traubensaft, 2 Esslöffel Kandiszucker, 1 unbehandelte Orange, ein Apfel, 4 Gewürznelken, 1 Zimtstange, 1 Tl. Spekulatiusgewürzmischung und Sternanis.
Der Zucker wird mit dem Saft erhitzt und darin aufgelöst. Das Obst wird gewaschen, geschält und in kleine Stücke dem Saft zugegeben. Anschließend die Gewürze dazu und alles ca. 10 Minuten erhitzen. Danach den Punsch durchsieben und heiß genießen.