„Eiche passt zu Eiche“ – so lautet eine der einfachsten Daumenregeln bei der Einrichtung. Wenn einmal eine Farb- beziehungsweise Materiallinie für die Einrichtung der Wohnung gefunden wurde, wird jeder Zukauf immer zunächst auf das Kriterium des Zusammenpassens geprüft. Gerade bei Eichenmöbeln kommen Fragen auf, wie neue Möbelstücke mit den alten übereinstimmen, da Eichenhölzer, in Abhängigkeit des genauen Wachsortes unterschiedliche Farben aufweisen. Die Farbpalette kann dabei von Rötlich über Gräulich bis hin zu Hellgelb reichen und sich vor allen Dingen auch noch in der Zeit verändern, in der das Möbelstück genutzt wird. Verständlicherweise kommen dann also Sorgen auf, dass das ältere, verfärbte Holz eventuell durch das neue vollkommen in den Schatten gestellt wird.
Letztere können aber beruhigt werden: Die Daumenregel Eiche passt immer zu Eiche gilt weiterhin. Selbst kleinere Farbunterschiede unter den Möbeln fallen nicht so sehr auf, sondern erscheinen gerade noch eher persönlicher als steril einfarbige Möbelkombinationen. Neue Eichenmöbel können also bequem und sorglos mit alten kombiniert werden. Im Folgenden soll speziell der Eichentisch näher unter die Lupe genommen werden, wobei die einzige zu beachtende Kondition hierbei sei, dass die Tischplatte des Tisches größtenteils aus Eichenholz besteht.
Es steht außer Frage, dass Eichentische eher zu den massiveren, als zu den filigraneren Tischen gehören und besonders Standhaftigkeit widerspiegeln. Oftmals sind allein die Tischplatten zwischen 2 und 4 Centimetern breit und ihre Beine eher faustdick. Gleichzeitig kann das meist verarbeitete Holz in Deutschland aber auch ästhetisch verziert werden, sodass es kleiner erscheint, als es tatsächlich ist. Das kann besonders dann erzielt werden, wenn die Tischbeine durch ein Verbindungsbrett wie ein Rahmen miteinander verbunden werden und die eigentliche Tischplatte darunter angebracht ist. Teilweise wirkt das gerade besonders edel, wenn die Tischbeine aus Metall hergestellt sind und der Rahmen sich über die Eichenplatte erstreckt.
Eichen Esstische sind allseits als beliebtes Möbelstück bekannt und kommen manchmal als neu angeschaffter Tisch in Esszimmern vor, während sie teilweise aber auch schon Jahrzehnte alt sein könnten und gegebenenfalls durch mehrere Generationen weitervererbt werden.
Dagegen spricht an und für sich auch relativ wenig, weil die Tische eben so groß und massiv sind, dass sie Zeit problemlos überstehen können. Andererseits sind aber besonders bei Ausziehtischen heutzutage gerade die Teile, die mechanische Funktionen ausüben müssen, wie beispielsweise Scharniere oder Laufschienen, nicht aus Holz gefertigt, weil sie sich dann nicht verziehen können. Dadurch lohnen sich neue Tische schon relativ stark, weil die Risiken, dass das Holz über die Jahre gegeneinander gearbeitet hat und sich gleichzeitig blockiert, bei neuen Tischen nicht entstehen können.
Oftmals wirft sich auch die Frage auf, wie ein Eichentisch zu kaufen sein sollte – geölt oder lackiert? Wichtig ist hierbei vor allen Dingen, dass beide Bearbeitungsmethoden des Tisches nicht Hand in Hand miteinander verschmelzen. Geölte Oberflächen werden genauso abgenutzt, wie ungeölte. Man kann Gebrauchsspuren auf ihnen freilich kaum verheimlichen. Andererseits können sie viel einfacher nachbehandelt werden. Eine Lackierung versiegelt einen Tisch besser und beständiger, als Öl. Außerdem kann Dreck, anders wie bei Öl, nicht durch den Lack hindurch in das Holz einziehen, selbst wenn der stundenlang auf der Oberfläche war. Eine partielle Nachbearbeitung von Lacken ist aber nicht möglich. Schäden können nur dadurch ausgeglichen werden, dass die gesamte Platte neu lackiert werden muss.