Internet

Eigenes Webradio starten



Um das eigene Webradio zu starten, bedarf es nur weniger Komponenten, die angeschafft oder vorhanden sein müssen. So werden zum erfolgreichen Start lediglich der aktuelle Winamp-Player, ein spezielles Schnittstellenprogramm (Plugin) für Winamp, eine Server Software und selbstverständlich ein Internetzugang benötigt.

Für die Server-Software empfiehlt sich die Shoutcast-Software der Firma Nullsoft. Shoutcast ist derzeit die einzige Datenübertragungstechnik, mit der man auf einfache und kostengünstige Weise eine eigene Internet Radiostation von zu Hause aus betreiben kann. Diese Möglichkeit erschließt sich dem Betreiber vor allem deshalb, weil Nullsoft die Shoutcast-Software als kostenlose Freeware zur Verfügung stellt.

Die Installation und die Einstellung der einzelnen Programme sind selbst für unerfahrene Anwender recht einfach durchzuführen.

Sind alle Vorbereitungen abgeschlossen - Programme installiert, eingestellt, getestet - kann die private Radiostation auch schon auf Sendung gehen und die Audiodaten ins Internet verschicken, die man zum Beispiel über eine in Winamp bereitgestellte "Playlist" abspielt, oder über die Soundkarte eines CD-Players, von dem Audiosignale abgegriffen werden können.

Der Radiobetreiber muss jetzt nur noch 2 Probleme bedenken:

Zum einen können Hörer das gestartete Musikprogramm nur empfangen, wenn sie die IP-Adresse des Sender-Rechners kennen. Die IP-Adresse eines Computers, der sich über einen Provider ins Internet einwählt, wird aber bei jeder Einwahl neu vergeben. Das bedeutet, man müsste seinen Zuhörern jedes Mal die neue IP-Adresse des eigenen Webradio Senders mitteilen.

Zum anderen ist die Anzahl der Hörer stark eingeschränkt. Damit Audiodateien am PC eines Online Besuchers des eigenen Webradios in einwandfreier Klangqualität empfangbar sind, müssen sie jedes Mal mit einer Datenrate von 44,1 Kbit/s gesendet werden. In der Summe macht das bei 100 Radiohörern eine Serverbelastung von 4,41 Mbit/s aus. Für den Betreiber eines eigenen Webradios, der auf Qualität und eine größere Hörerschaft zielt, ein unhaltbarer Zustand.

Will man diese beiden Problemstellungen beseitigen und seinen Online-Besuchern sowohl eine feste IP-Adresse anbieten als auch eine größere Bandbreite zur Verfügung stellen, kommt man an professionellen Anbietern nicht vorbei. Es gibt inzwischen Firmen, die sich genau darauf spezialisiert haben, kleineren Radiostationen eine technische Plattform zu bieten, damit möglichst viele Hörer deren Programme in einer guten Qualität abrufen können.

Die Kosten hierfür ergeben sich meistens aus der maximalen Anzahl der Zuhörer und der ausgestrahlten Bitrate.

Und auch die GEMA verlangt für die Ausstrahlung eines Internet-Radioprogramms Gebühren, zumindest für urheberrechtlich geschützte Inhalte. Diese richten sich nach der Zahl der gleichzeitig möglichen Empfänger.

Resümee: Um ein Internetradio zum Spaß zu betreiben sind die Gesamtkosten zu hoch.


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