Wirtschaft

Ein ausgewogener Finanzierungsplan verhindert finanzielle Engpässe



Wer sich an ein größeres Projekt wie etwa eine Existenzgründung oder den Kauf einer Immobilie heranwagt, ist in den meisten Fällen auf eine Fremdfinanzierung angewiesen. Damit sich hierbei aber später keine finanziellen Probleme ergeben, bedarf es schon vorab einer gründlichen Planung, die auf jeden Fall einen genauen Finanzierungsplan beinhalten sollte. Anderenfalls kann ein solches Experiment auch in einer hohen Verschuldung enden.

 

Ein Finanzierungsplan ist also bei einem größeren wirtschaftlichen Vorhaben unumgänglich. Dieser sorgt nicht nur dafür, dass der Kredit ohne Probleme zurückerstattet werden kann, er enthält auch alle Eventualitäten, die zu finanziellen Engpässen führen können. Ein finanzieller Spielraum für unvorhergesehene Ausgaben muss also immer gegeben sein.

Zunächst einmal muss man im Zuge eines Finanzierungsplanes das Haushaltsbudget neu sortieren. In diese Planung dürfen nicht nur die Kosten zur Lebenserhaltung mit einfließen, auch Ausgaben für Altersvorsorge, Krankenversicherung, Betriebskosten, Telekommunikation und anderweitige Anschaffungen, wie etwa Möbel, Kleidung oder ein Auto, müssen darin enthalten sein. Zusätzlich dazu muss man einen Spielraum für Sonderausgaben wie Urlaub, Reparaturen oder Instandhaltungskosten mit einrechnen. Selbst dann bedarf es noch immer einer Rücklage, die andere Eventualitäten abfängt. Hierfür ist es sehr nützlich, die Jahresbilanzen der letzten Jahre zu betrachten, damit man einen ungefähren Überblick über jährliche Ausgaben erhält.

Erst dann kann man erörtern, wie hoch der Finanzierungsbedarf, also die Kreditsumme, sein sollte. Der Finanzierungsplan sieht hier auch vor, dass je nach Projekt, alle Komponenten berücksichtigt werden. Bei einem Hausbau müssen so die Kosten für den Grund, den Hausbau, für Instandhaltung, Erwerbsnebenkosten, Grunderwerbssteuer, Nebenkosten usw. beachtet werden. Zudem sollte man auch um staatliche Förderungen bitten, nicht nur bei einer Existenzgründung.

 

Ein Finanzierungsplan für große Projekte und hohe Kreditsummen muss sich auch mit möglichen Anschlusszinsen (nach Ablauf der 1. Zinsbindung) auseinander setzten. Hier sollte man auf keinen Fall den Fehler machen, diese zu niedrig zu kalkulieren. Generell gilt: Pessimistisch planen, um böse Überraschungen zu verhindern.


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