Keine Wohnung – egal wo – ist einbruchsicher. Jahr für Jahr steigen die Zahlen der Einbrüche und die Tricks, mit denen sich Diebe Zugang zum Eigentum anderer verschaffen, werden immer dreister.
Die grössten Schwachpunkte sind Türen und Fenster. Zusätzliche Sperren machen den Gaunern das Leben schwer. Riegel, Ketten und Beschläge müssen nur zwei Minuten standhalten, sagen Kriminalbeamte, denn dann geben schon 80 bis 90 % der Einbrecher auf.
Lassen Sie sich von uns einige Tipps geben, wie Sie sich vor unnötigem Ärger schützen.
Türen
30 % der Einbrecher dringen durch Türen ein.
Für mehr Sicherheit sorgen:
Panzerriegel – ein massiver Metallriegel liegt innen quer über dem Türblatt. Dieser lässt sich von aussen mit dem Schlüssel in den Bügel schieben, welcher mit der Mauer verbunden ist. Panzerriegel sind auch für Hintertüren zu empfehlen. Schlosszylinder dürfen nicht hervorstehen. So können sie nicht abgebrochen oder herausgezogen werden. Schutzbeschläge für Türschlösser sollten aus Stahl und von innen festgeschraubt sein. Schliessbleche am Türrahmen, in die der Schlossriegel einschnappt, müssen durch den Türrahmen in der Mauer verankert sein. So können sie nicht „herausgehebelt“ werden. Zusatzschlösser machen Einbrechern doppelte Arbeit. Scharniere müssen innen liegen. Einbrecher knacken oder zerschneiden aussen liegende Scharniere und nehmen die ganze Tür heraus. Das Türblatt sollte massiv sein: fünf Zentimeter oder stärker, am besten aus Hartholz. Das Garagentor und die Fahrzeugtüren sollen ständig verschlossen gehalten werden.
Fenster, Terrasse, Balkon
70 % der Einbrecher kommen auf diesem Weg zum Ziel – auch im Obergeschoss!
Aber hier können Sie vorbeugen:
Beschläge von Aussenschlössern an Balkon- und Terrassentüren sollten aus Stahl und von innen festgeschraubt sein! Abschliessbare Fenstergriffe sollten zusätzlich gesichert werden. Doppelflügelschlösser verbinden zwei nebeneinander liegende Fensterflügel und verhindern das Aufhebeln.
Rollläden:
Spezialschlösser verhindern, dass Rollläden angehoben werden.
Gitter:
(wichtig auch für Kellerfenster) müssen mit den Mauerankern verschweisst sein. Höchstmögliche Sicherheit gewinnen Sie, wenn Sie ein hochwertiges Gitter auf der Innenseite des Fensters montieren. So muss der Dieb zuerst das Fenster aufbrechen, dazu braucht er Zeit und verursacht Lärm).
Balkone:
sollen so gestaltet sein, dass dem Dieb der Ein – oder Aufstieg wesentlich erschwert wird.
Im Garten:
Wichtig ist eine Aussenbeleuchtung – von innen bedienbar - und verbunden mit einem Infrarot - Bewegungsmelder, einer Zeitschaltuhr oder einem Dämmerungsschalter. Aussensteckdosen müssen von innen abschaltbar sein, damit sie Einbrechern nicht den Strom für die Bohrmaschine „frei haus“ liefern.
Alarmanlagen
Lassen Sie Ihre Wohnung / Haus vor der Installation einer Alarmanlage von Experten begutachten. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Alarmanlage fachmännisch gewartet und immer funktionsbereit ist.
Urlaubs - Check
Bitten Sie Nachbarn, nach dem Rechten zu sehen und regelmässig den Briefkasten zu leeren.
Bestellen Sie die Tageszeitung ab.
Zeitschaltuhren für Rollläden, Innenbeleuchtung und eventuelle Gartenbewässerung täuschen ebenfalls Anwesenheit vor.
Zusatztipps:
Für alle Fälle sollte im Schlafzimmer die Möglichkeit zu telefonieren bestehen (zweiter Telefonanschluss, Handy auf dem Nachtkästchen).
Für die Aufbewahrung wertvoller Dinge wie Schmuck empfiehlt sich der Einbau eines Stahlwandschrankes oder eines Bodentresors.
Lassen Sie nie eine fremde Person in Ihre Wohnung, ohne sich vorher sorgfältig zu vergewissern, mit wem Sie es zu tun haben (Türspion, Kette, usw.).
Denken Sie daran:
Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit!
Bewahren Sie keine grossen Bargeldsummen zu Hause auf.
Sicherheit hat ihren Preis – sparen Sie nicht bei Sicherheitsmassnahmen.
Mehr erfahren Sie unter www.wegmueller-arch.ch