AngstEs ist für mich immer wieder erstaunlich, was Menschen alles ertragen, nur damit sie Ihre eingefahrenen Gleise nicht verlassen müssen. Die Angst vor Veränderung scheint eine der größten zu sein und auch jene Angst, die dann aufkommt, wenn die eigentlich eh sehr wackelige Sicherheit auf dem Spiel steht. Und ich kann mich davon leider noch nicht einmal völlig distanzieren. Bei mir sehe ich dies natürlich weniger deutlich und vor allem gern, wie bei meinen Klienten. Denen rate ich, sich von einem “Energievampier” zu trennen, gleichzeitig habe ich solche nicht vollständig aus meinem Umfeld entfernt. Andere schleppen sich jeden Tag in ein Büro, dessen Umfeld energetisch vergiftet ist. Es ist immer das gleiche Prinzip – bei den anderen sehen wir relativ klar, wo was falsch läuft, bei uns selber ist das nicht ganz so einfach. Allein schon deshalb tauschen sich auch Berater gern mal untereinander aus. Wer Wer auch immer wir sein mögen, wir alle haben unsere guten Gründe, warum wir in einer Situation verharren. Manche dieser guten Gründe bestehen aus blockierten oder erschwerten Lebensumständen, die wir uns in einem langen, meist unbewussten Prozess so geschaffen haben und die wir nicht von heut auf morgen einfach umpusten können. Viel hängt daran, unter anderem auch Angehörige. Genauso oft aber finde ich “nur” eine bestimmte oder unbestimmte Angst - vor Veränderung, vor dem Unbekannten, Arbeitslosigkeit, Mangel, Einsamkeit und natürlich davor, es einfach nicht zu schaffen. Dahinter steht dann die Angst als Versager dazustehen und von den Menschen verachtet zu sein.
Hier kommt der Nutzen sogenannter ‚Krisen’ herein, wie zum Beispiel eine Trennung, ein Verlust und das Scheitern eines Projekts. Manchmal ist es genau so ein Hammer, der uns anschreit: “irgendetwas stimmt hier nicht…warum passiert mir das?”. Krisen lassen uns Fragen stellen und nach Antworten suchen, indem sie den Druck erhöhen, etwas in uns zu verändern. Sie lassen uns Bequemlichkeit und Sicherheitsdenken in Frage stellen und haben daher einen echt evolutionären Charakter nach dem Motto: ändere Dich oder es ist aus! Ein Prozessder uns zu uns selber und dem eigentlich Wichtigen im Leben führt. Wir denken über unser Leben wieder intensiver nach, so dass es durch und durch geht und nicht nur Hirnakrobatik bleibt und werden uns über unsere Prioritäten klarer. Von Menschen, die in ihrem Leben durchgreifende Veränderungen erlebt haben, höre ich oft: “Und dann bin ich schwer krank geworden. Jetzt erst erkenne ich, dass es das Beste war, was mir passieren konnte.” Oder: “Und dann hat mich mein Liebester sitzen lassen und das war schmerzlich. Aber dadurch war ich gezwungen, mein Leben neu zu organisieren und darüber bin ich im Nachhinein sehr froh, denn ich habe meine Berufung gefunden.” Eine Krise ist meistens ein Weckruf, dem wir gut lauschen sollten und die einmalige Chance nutzen, die er bietet. Diffuse psychosomatische Krankheiten wie Migräne, starke Stimmungsschwankungen, Traurigkeit, das Gefühl von Sinnlosigkeit und nervige Verspannungen haben wir als erste Boten bisher lieber ignoriert, leider … sie waren die netten Signale darüber, dass etwas in unserem Leben im Ungleichgewicht ist.
Ihre Symptome wurden zwar bekämpft, aber das half nichts. Es bringt natürlich keine bleibende Veränderung, an den Symptomen herumzudoktern. Das will uns die Krise ganz klar und unvermeidbar zeigen. Wie wäre es, mit einem ganz neuen Ansatz, wenn Sie sich irgendwann einmal wieder einer Krise gegenübersehen? Nehmen Sie sie freudig an, wie einen alten lang vermissten Freund, dessen Gabe es ist, Sie in das Mysterium des Lebens einzuführen. Möglicherweise verwirrt oder ängstigt sie dieses Mysterium auf Anhieb. Es ist aber ihr guter alter Freund, der es Ihnen anvertraut. Vertrauen auch Sie ihm. Er ist ein Gesandter in besonderem, kosmischem Auftrag. Ihre Krise hat eine Berechtigung und kann dazu führen etwas Neues, Besseres in Ihrem Leben zu bewirken. Lassen Sie es ein, springen Sie über den inneren Schweinehund, der auf die Bremse drückt.
Wir begeleiten Sie durch die Krise. Coaching