Technik

Einflüsse auf die Entwicklung der Uhren


In Deutschland beschäftigte sich vor allem Johann Kunckel (1630-1702), der seit 1654 bei den Herzögen von Lauenburg und später auch beim Großen Kurfürsten in Berlin als Hofalchimist tätig war, mit neuen Methoden, klares Glas zu produzieren. Geeignete Schleif- und Pollermaschinen konstruierten 1664 Robert Hooke und im Jahre 1683 auch Christian Huygens. Dadurch wurden die exakte Bearbeitung und die Einpassung der Gläser möglich. Seit etwa 1680 hat fast jede Taschenuhreinen verglasten Deckel,der sich über dem Zifferblatt wölbt und ihr die bis in das 18. Jahrhundert charakteristische Form verleiht.

Die große technische Erfahrung französischer Uhrmacher bereicherte durch die Vertreibung der Hugenotten nach 1685 die Uhrmacherkunst in den protestantischen Ländern Europas; in England, in den Niederlanden und für einige Jahrzehnte auch in Preußen arbeiteten aus Frankreich eingewanderte Meister.

Besonders stark beeinflußten und förderten diese Flüchtlinge die Uhrenanfertigung in Genf. Die Jahre vor 1700 und die folgenden Jahrzehnte sind eine Zeit intensiver Beschäftigung mit dem Problem der technischen Verbesserung und Verfeinerung der Werke. Die bedeutendsten Erfindungen in den ersten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts gelangen englischen Gelehrten und Uhrmachern, etwas später wurden auch in Frankreich viele bedeutende neue Konstruktionen veröffentlicht. Viele der Uhren wurden als Geschenke verwendet oder als klassische Accessoires getragen.


Kontaktperson : Thomas Brigl
E-Mail : info(@)trenduhren.com





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