REFLEX ist der Kurzname für das von der EU geförderten Forschungsvorhabens "Risk Evaluation of Potential Environmental Hazard from Low Energy Electromagnetic Field Exposure Using Sensitiv in vitro Methods". Auch die Schweiz und Finnland sowie die Stiftung VERUM haben das Projekt gefördert. Forschergruppen der Universitäten Bologna, Bordeaux, Mailand, Wien, Zürich, Berlin und Hannover sowie fünf nichtuniversitäre Forschungszentren waren in dieses Projekt involviert.
Das Ziel, der potentiellen Einfluss von Elektrosmog /elektromagnetischen Feldern niedriger Energie auf biologische Systeme auf Zellkulturen.
Die Ergebnisse dieser Studie an Zellkulturen belegen Veränderungen durch Elektrosmog am Erbgut, wie wir sie durch Röntgenstrahlung kennen.
Seit 40 Jahren gilt die Meinung, dass Elektrosmog/elektromagnetische Felder zu schwach sind, das Erbgut zu verändern, die Ergebnisse haben jetzt das Gegenteil gezeigt."
Ansatz der Studie war, dass, wenn auf Zellebene keine Effekte auftreten, auch für das komplexe System Mensch keine Gefährdung bestehen kann. Entgegen dieser Annahme, trotz unterschiedlicher Nachweismethoden war das Ergebnis gleichbleibend: Ab dem SAR-Wert von 1,3 Watt pro kg kam es zu Einfach- und Doppel-Strangbrüchen. Also schon bei einer Watt-Leistung unterhalb des Grenzwertes.
Wie DNA-Strangbrüche entstehen, ist noch unklar. Es scheint aber, dass durch die elektromagnetische Strahlung/Elektrosmog vermehrt freie Radikale produziert werden, die dann offensichtlich eine Schlüsselrolle bei den Strangbrüchen haben. Entgegen den Zellkulturen, denen der Radikalenfänger Vitamin C zugesetzt worden war, gab es bei den anderen nicht behandelten zu Stangbrüchen. Deshalb ist davon auszugehen, dass elektromagnetische Strahlung/Elektrosmog vermehrt freie Radikale produziert, was dann offensichtlich zu den Strangbrüchen führt.
Eine Gefahr bsteht vor allem bei Doppelstrangbrüche, weil sie vom Körper oft falsch repariert werden. Denn Veränderungen am Erbgut führen in der Regel zu Krebs".
Eine unterbrochene Feldbelastung löste mehr DNA-Schäden aus als eine gleich lange kontinuierliche Bestrahlung.
Dass diese Schäden von den bestrahlten Zellen nicht problemlos repariert werden können, zeigen Chromosomenanalysen,welche einen signifikanten Anstieg von Chromosomenveränderungen in den bestrahlten zu den im Vergleich nicht bestrahlten Zellkulturen aufweist.
Die festgestellte Schädigung der Zellkulturen kann zwar nicht direkt auf das komplexe biologische System Mensch übertragen werden. Dennoch gibt die Studie konkreten Anlass, die Strahlenbelastung zu verringern.
In einem neuen Projekt sollen die gewonnenen Ergebnisse auf die Situation des lebenden Organismus übertragen.