Technik

Entwicklung der Taschenuhren


Huygens Erfindung wird sofort von den Uhrmachern aller europäischen Länder übernommen; englische, niederländische, französische und Genfer Handwerker bauen seit etwa 1680 keine Taschenuhren mehr ohne Unruh. Wurden anfangs die Werke meist funktionell ohne Dekor hergestellt und später nur die Spindelkloben oder die Brücke und das Gesperr künstlerisch gestaltet, so werden seit dem Ende des Jahrhunderts auch die Werkspfeiler oft zu reich verzierten Pilastern. Bei englischen Taschenuhren werden besonders oft die Unruhkloben, bei auf dem Kontinent entstandenen Uhren die Unruhbrücken zu kleinen ornamentalen Kunstwerken. Die schönsten damals gebauten Uhren sind die in Frankreich und in der Schweiz gebauten Zeitmesser. Die Gehäuse dieser Taschenuhren, die  ihrer Form Onions (Zwiebeln) genannt werden, sind allgemein aus Messing angefertigt und vergoldet, die der englischen bestehen aus Silber, häufig sind sie noch durch ein getriebenes Umgehäuse vor Beschädigungen geschützt. Seit dem Anfang des 18. Jahrhunderts bestehen
die Zifferblätter französischer Taschenuhren regelmäßig aus Emailfeldern mit aufgemalten Ziffern auf gegossener, gravierter und vergoldeter Bronze, während die englischen Taschenuhren meistens silberne Metallzifferblätter in Champlev-Technik besitzen.

Durchbrochene Metalldeckel und Deckel aus Bergkristall hatten seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ein Ablesen der Zeit ermöglicht und Zifferblätter und Zeiger geschützt. Erst die Fortschritte bei der Herstellung von durchsichtigem Glas erlaubten seit der Mitte des 17. Jahrhunderts dessen Verwendung auch bei Kleinuhren, die sich dann zu Armbanduhren weiterentwickeln werden.


Kontaktperson : Thomas Brigl
E-Mail : info(@)trenduhren.com





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