Essen und Trinken

Fair gehandelte Schokolade



Schokolade genießen und gleichzeitig etwas Gutes tun, dafür bietet die Chocolart ein paar Möglichkeiten: mit fair gehandelter Schokolade, regionaler Biomilch und einem Obolus für soziale Projekte in der Tübinger Partnerstadt Villa El Salvador.
Genuss ohne Reue versprechen die Macher der Chocolart und haben in diesem Jahr bei insgesamt 103 Ausstellern zwölf mit fair gehandelter Schokolade an Bord. So viele wie nie zuvor, sagte Hans-Peter Schwarz, der Sprecher des Handel- und Gewerbevereins (HGV) stolz.
Rund 14 Millionen Menschen arbeiten weltweit in der Kakao-Produktion – oft unter menschenunwürdigen Bedingungen und für Hungerlöhne. Kinderarbeit auf den Plantagen ist keine Seltenheit. Schokolade mit dem Fairtrade-Siegel garantiert Kleinbauern, Kooperativen und Arbeitern in Kakaoplantagen faire und stabile Löhne, selbstbestimmte Arbeit und damit bessere Lebensbedingungen. Mit Prämien werden zudem Projekte im Gesundheits- und Sozialbereich unterstützt, wie der Bau von Brunnen und Schulen. Über fairen Handel informiert noch bis Sonntag der Stand „Faires Tübingen“ in der Neckargasse.
Viele Chocolart-Besucher freut die Nachricht des HGV – so mancher hatte in den Vorjahren das geringe Fairtrade-Angebot auf der Chocolart bemängelt. Doch ganz einfach zu finden ist die faire Schokolade nicht: An den Ständen gibt es keine Kennzeichnung, einzig die kostenlose Schokofestival-Broschüre weist auf die entsprechenden Händler hin.
Timo Eggstein und seine Tante Dorothee Strobel von „Curavital“ haben Abhilfe geschaffen: An ihrem Stand prangt ein großes Fairtrade-Siegel. Der Großhändler aus Oberkochen beliefert vor allem Naturkostläden. Auf der Chocolart gibt es Klassiker wie Vollmilch und Kaffee, aber auch Exotisches wie Zartbitter-Pfeffer-Krokant. Das Geschäft läuft gut, „die Leute sind oft überrascht, wie gut faire Schokolade schmeckt“, sagte Dorothee Strobel.
Suska Weller vom „Lagerhaus an der Lauter“ in Dapfen kennt das. Die Qualität von Fair-Schokolade habe sich gegenüber früher stark verbessert, sagte die Mitarbeiterin der Chocolaterie. Das Lagerhaus hat die offizielle Chocolart-Schokolade entworfen: mit Thymian und Feige, bio und fair gehandelt. Die Studenten Rafael Winniger und Lovro Lovrek liebäugelten damit: Fair gehandelte Schokolade finden sie wichtig, der höhere Preis stört sie nicht. „Dann genießt man halt mehr“, sagte Lovrek.
Die Milch für heißen Kakao auf der Chocolart stammt von Bio-Landwirten aus der Region. Mit dem Verkauf des Tübinger Kirschles werden soziale Projekte in der Tübinger Partnerstadt Villa El Salvador unterstützt.


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Kontaktperson : Milan Spajic
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