Wirtschaft

Festgeld in Fremdwährungen



Der Wechselkurs des Euro gegenüber dem Dollar hat in den vergangenen Wochen die Aufmerksamkeit vieler Verbraucher geweckt, die sich ansonsten weniger für das Geschehen an den Devisenmärkten interessieren. Der Grund liegt auf der Hand: Nie war der Urlaub in den USA so billig wie im Moment. Eine Reise über den großen Teich ist für Europäer daher in diesen Tagen so attraktiv wie selten zuvor.

Wer plant, im Sommer seinen Urlaub auf der anderen Seite des Atlantiks zu verbringen und gleichzeitig fürchtet, dass bis dahin die günstigen Wechselkurse wieder nachgeben und die Ferien daher nicht so günstig werden wie erhofft, sollte eine Anlage in
Festgeld erwägen – in Dollar.

Diese Möglichkeit wird Verbrauchern von sehr vielen Banken geboten. Das Prinzip ist denkbar einfach: Heute wird der gewünschte Eurobetrag in USD konvertiert und im Anschluss daran auf ein
Festgeldkonto transferiert, auf dem die in den Vereinigten Staaten üblichen Festgeld Zinsen gezahlt werden.

Die Laufzeit der Position wird so gewählt, dass die Gelder rechtzeitig zum Antritt des wohlverdienten Urlaubs wieder zur Verfügung stehen. Die Auszahlung erfolgt dann in der Regel in Euro, sofern nicht ein entsprechendes zu Fremdwährungen kompatibles
Girokonto vorhanden ist. Hat sich der Wert des Euros dann in der Zwischenzeit reduziert, erhält der Anleger mehr Geld in der heimischen Währung zurück, als er einbezahlt hat. Der Gewinn gleicht – abzüglich etwaiger Gebühren für die Konvertierung – dem Verlust, den der Urlauber durch die Dollar-Aufwertung erlitten hat.

Folglich können Verbraucher bereits heute festlegen, welchen Wechselkurs sie im Sommerurlaub für sich in Anspruch nehmen möchten. Sollte in der Tat eine für Europäer ungünstige Wechselkursentwicklung die nächsten Monate bestimmen, ergibt sich ein erheblicher Vorteil, der sich umgehend in einer höheren Kaufkraft im Land der unbegrenzten Möglichkeiten niederschlägt.

Um eine solche Konstruktion möglichst kostengünstig über die Bühne zu bringen, sollten Bankkunden vorab die Konditionen der einzelnen Häuser für die Konvertierungen in Erfahrung bringen.

Kontaktperson : Alexander Bertran
E-Mail : artikel [at] netnut [.] de

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