Lassen Sie sich nicht von der Fetthysterie anstecken! Nicht jedes Fett macht Fett und nicht jedes Fett ist gleich schlecht. Schon gar nicht sollten Sie auf die richtigen Fette verzichten. Wussten Sie, dass 60% des Gehirns aus Powerfetten besteht oder das die Amerikaner zwar den Fettkonsum in den letzten Jahren gesenkt haben und trotzdem immer dicker werden?
Die guten Fette machen Gehirn, Herz und Gewebehormone fit, die schlechten Fette dagegen sind Killerfette, sie machen dick, träge und verursachen tödliche Herz - Kreislauf – Erkrankungen.
Die gesättigten Fette
Gesättigte Fette befinden sich in tierische Produkten wie Wurst, Käse, Butter, Sahne, fetten Milchprodukten, fettes Fleisch haben viele gesättigte Fette. 60% unserer Fettkalorien kommen aus diesen gesättigten Fetten.
Gesättigte Fette wirken sich auf unseren Körper negativ aus. Sie fördern Herz-Kreislauf-Erkrankungen, führen zu Ablagerungen an den Arterien, sie erhöhen das schlechte Cholesterin und sie haben überflüssige Kalorien.
Vermindern Sie daher alle Produkte mit gesättigten Fetten. Ernähren Sie sich mediterran. So senken Sie Ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um bis zu 40%.
Ungesättigte Fette
Einfach ungesättigte Fette
Diese Fette finden wir in der mediterranen Ernährung; Olivenöl ist eines davon. Es enthält viele gesunde einfach ungesättigte Fette. Es senkt das Risiko auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen und das schlechte LDL-Blutfett um bis zu 20%. Es stabilisiert die Blutfette und lässt sie weniger oxidieren. Einfach ungesättigte Fette halten die Arterien jung und senken das Risiko für Diabetes.
Genießen Sie die schmackhafte mediterrane Ernährung mit ihren einfach ungesättigten Fetten.
Omega-6-Fette - Linolsäuren Pflanzenöle, in Pflanzenölen Frittiertes, Margarine, pflanzliche Fette in Backwaren und Fertiggerichten bringen zu viele Omega-6-Fette in unsere Ernährung. Sie sind essenzielle Baustoffe für Gewebehormone. Aber für die richtige Balance müssen Omega-6- Fette und Omega-3-Fette im Verhältnis von 3:1 zugeführt werden. Wir bekommen aber 20 mal mehr Omega-6-Fette. Zuviel von diesen Omega-6-Fette, machen die Blutfette anfällig für Oxydation und bringen die Gewebehormone durcheinander. Sie verhindern soga, das Omega-3-Fette für Gewebehormone genutzt werden. Zu viele Omega-6-Gewebehormone erhöhen den Blutdruck, sie verdicken das Blut, verengen Blutgefäße, wirken entzündungsfördernd und können das Immunsystem chronisch aktivieren. Insbesondere Personen von Autoimmunkrankheiten sollten zu viele Omega-6-Fette meiden.
Omega-3-Fette – Alpha-Linolensäure In wilden Pflanzen, Walnüssen, Hanfsamen, Leinsamen, Weizenkeimen, Lein-, Rabs-, Walnuss-, Weizenkeimöl und Omega-3-Margarine sind Omega-3-Fette enthalten. Über unsere Nahrung nehemn wir zu wenig davon auf. Omega-3-Fette machen das Blut fließfähiger und wirken entzündungshemmend. Sie vermindern Herz-Kreislauf- Erkrankungen und Diabetes. Die Zellen werden transportaktiver und sind die Vorstufen zu Gewebehormonproduktion. Die langen EPA und DHA Omega-3-Fette sind hochkonzentriert in fettem Seefisch enthalten. Dies sind ein lebensnotwendige Baustoffe für Nerven, Gehirn und direkte Baustoffe für Gewebehormone. In fettreichen Seefischen wie Thunfisch, Hering, Lachs, Makrele und Sardine stecken die meisten Omega-3-Fette. Hier gilt je fetter desto besser.
Sie mögen kein Fisch? Kein Problem, nehmen sie Fischölkapseln zu sich.
EPA und DHA Fette sorgen für schnelle Übertragungen im Gehirn. Sie steigern die Lern- und Konzentrationsfähigkeit und beeinflussen die psychische Befindlichkeit. Sie halbieren Schlaganfall- und senken Herzinfarkthäufigkeit, machen das Blut dünnflüssiger und verlängern die Gerinnungszeit Sie senken Herzrhythmusstörungen und sind Baustoffe für Gewebehormone. Bei Autoimmunerkrankungen wirken sie entzündungshemmend und vermindern diese.
Eine kurze Übersicht über die einzelnen Fette
Omega-6-Fette
Omega-3-Fette
Distelöl
154
1
Sonnenblumenöl
120
1
Pflanzenmargarine
62
1
Maiskeimöl
55
1
Sojaöl
7
1
Omega-3-Margarine
4
1
Walnussöl
4
1
Hanföl
3
1
Rapsöl
2
1
Leinöl
1
4
Keine ungesättigten Fette ohne Vitamin E
Wenn Sie ungesättigte Fette aus Fisch und Omega-3-Ölen zu sich nehmen benötigen Sie auch eine Extra- portion Vitamin E. Vitamin E schützt alle ungesättigten Fette vor der Oxyidation, es schützt die Fette ranzig zu werden. Vitamin E wird von HDL und LDL zu den Zellen transportiert in denen es benötigt wird. Das Vitamin E hält diese HDL und LDL stabil. Um ausreichend geschützt zu sein, sollen Sie 100 Milligramm natürliches Vitamin E pro Tag zu sich nehmen. Vitamin E und Lachölkapseln gibt es günstig zu kaufen bei LIDL, ALDI oder im dm.
Entartete und gehärtete Fette - Transfette
Bei Transfetten handelt es sich um chemisch veränderte entartete Fette, also gehärtete Fette die industriell hergestellt werden. Bei der Härtung von pflanzlichen Ölen werden diese bis zu 8 Stunden zwischen 150 und 240 Grad Celsius erhitzt. Während dieser Zeit entstehen eine große Zahl von Fettmolekülen, die in der Natur überhaupt nicht vorkommen dennoch werden sie vielen Nahrungsprodukten einfach zugefügt. Transfette müssen in Deutschland – anders als in Dänemark - nicht auf der Verpackung ausgewiesen werden! Welche Produkte in Dänemark verboten sind können Sie hier nachlesen.
Transfette sind ausschließlich für die Industrie interessant. Transfette haben eine lange Haltbarkeit und werden in fast allen Nahrungsprodukten eingesetzt: Dosensuppen, Fertigbackmischungen bis hin zu getrockneten Produkten und Backwaren. Transfette werden nicht schlecht oder ranzig, Produkte mit Transfetten können daher lange in Regalen gelagert werden.
Gehärtete Fette geben Schokolade die Festigkeit, es ist billiger Butterersatz (dabei ist Butter schon schlecht), sie verleihen Dosenkost einen sämigen Geschmack, Kartoffelchips werden knackig, in Tiefkühlpommes wird das Fett beim backen nicht flüssig. Warum aber sind Transfette in machen Tiefkühlgemüse enthalten? Gehärtete pflanzliche Fette sind in vielen Fertigprodukten, Plätzchen, Kuchen, Backwaren, Schokobrotauf-strichen, in Margarine, vor allem in Fast Food und Frittiertem enthalten.
Transfette sind gesundheitsschädlich: 2% mehr Transfette verdoppeln tödliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Transfette erhöhen die schlechten LDL-Blutfette (Cholesterin) und senken die guten HDL-Blutfette. Sie machen die Blutplättchen klebrig, weniger fließfähig und fördern die Arterienverkalkung. 2% mehr Transfette erhöhen das Diabetesrisiko um ein Drittel. Sie blockieren die Umwandlung von Omega-3-Fetten in wichtigen Gewebehormonen.
Unser Organismus kennt diese künstlich hergestellten Fette nicht, er kann sie daher nicht entsprechend verarbeiten.
Essen Sie naturbelassene Lebensmittel ohne gehärtete Fette und verwenden Sie einfach ungesättigte Öle als Geschmacksträger.
Fazit
Vermeiden Sie zu viele Omega-6-haltige Öle wie Sonnenblumen-, Maiskeim-, Distelöl oder Margarine. Verwenden Sie Olivenöl für die warme und Rapsöl für die kalte Küche als Fettbasis und verwenden Sie Leinöl als Zusatz. Verzichten Sie auf Butter und Margarine nehmen Sie stattdessen Magerquark und falls Sie nicht auf den Buttergeschmack verzichten wollen schwedisches Albaöl mit Buttergeschmack.
Verzichten Sie auf alles frittiertes und auf Fertigprodukte, essen sie Vollkornprodukte und fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag. Nehmen Sie 1-2 fette Seefischmahlzeiten statt Fleisch pro Woche zu sich oder ergänzen Sie EPA/DHA mit Lachsölkapseln. Verzichten Sie auf rotes Fleisch und essen statt dessen Geflügel oder Kalbsfleisch. Vermeiden Sie Produkte mit gesättigten Fetten und ernähren Sie sich mediterran.
Um die Fette in Ihrem Körper stabil zu halten nehmen Sie täglich 100 Milligramm natürliches Vitamin E.
Um dazu noch eine optimale Fettverbrennung zu erhalten sollten Sie täglich mind. 30 Minuten Nordic Walking. Ihr Cholesterin wird dann förmlich im Blut "verbrannt", das gute HDL-Cholesterin steigt, das schlechte LDL-Cholesterin sinkt, die Trigliceride sinken dramatisch, das Diabetesrisiko oder eine bestehende Erkrankung wird sehr positiv beeinflusst, ebenso das Gesamtcholesterin.
So senken Sie das Risiko auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach Berichten sogar bis zu 40%!
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