Natur

Feuchtbiotope im Garten


Wasser ist ein Lebensquell für Groß und Klein, für Mensch und Tier, für Kinder und Erwachsene. So ist es wenig verwunderlich, dass es in deutschen Gärten immer mehr Feuchtbiotope und Gartenteiche in den unterschiedlichsten Formen und Größen gibt. Hochrechnungen besagen, rund 1 Million Gartenteiche zieren bereits kleine und größere Gärten und jährlich werden es mehr.

Noch vor Beginn der eigentlichen Arbeiten, steht am Anfang die Entscheidung, welche Art von Teich den Garten zieren soll. Sollte es eher ein kleiner Gartenteich sein, ohne Fischbesatz, an und in dem sich dennoch eine Vielzahl von Arten, wie Libellen, Wasserinsekten und Amphibien wohl fühlen? Oder doch vielleicht ein größerer Teich, mit vielen Fischen, einen künstlich angelegten Bachlauf, vielleicht mit zusätzlichen Wasserspielen? Sicherlich wird sich der Garten- oder Grundstückseigentümer schnell über diese Wunschvorstellungen schlüssig sein, sind es doch seine Gartenträume, die er hier realisieren kann.

Der eigentliche Aushub bereitet bei kleineren Gartenteichen kaum Probleme, bei größeren Projekten könnte ein Minibagger hilfreiche Unterstützung leisten. Die Kosten für so ein Gerät halten sich in Grenzen, wenn man den Minibagger bei einem einschlägigen Mietdienst für Baumaschinen übers Wochenende mietet. Ein Transportanhänger mit PKW-Kupplung wird in der Regel gestellt, die Bedienung bereitet ebenfalls kaum Probleme. Im Anschluss an die Ausschachtungsarbeiten wird dann das Profil des späteren Teiches modelliert. Wichtig hierbei ist, den modellierten Boden gut zu verdichten. Für den Heimwerker eignet sich hier am günstigsten ein guter Handstampfer.

Dann geht es an die Abdichtung. Zur herkömmlichen Abdichtung durch handelsübliche Teichfolie gibt es eine Alternative. So ist auch Lehm ein geeignetes Material um einen Teich abzudichten. In der Regel wird der Erbauer eines Gartenteiches jedoch auf Folie zurück greifen. Diese sollte in ausreichender Materialstärke gewählt werden. Falls der Untergrund nicht feinsandig sein sollte, so kann nur dazu geraten werden, noch vor der Folie eine Lage Teichvlies einzubringen. Diese schützt die eigentliche Folie vor Kratzern durch grobkörnigen oder scharfkantigen Bestandteilen im Boden. Teichvlies bitte nicht mit Böschungsvlies verwechseln, Böschungsvlies wird erst nach der Folie ausgelegt und soll unter anderem den Wurzeln von Pflanzen halt bieten.

Nach dem ein Gartenteich angelegt ist, sollte er im nächsten Arbeitsschritt ausreichend bepflanzt werden. Dies ist nicht nur gut für die Wasserwelt, sondern bietet auch Wasserinsekten und Amphibien einen besseren Lebensraum als dürftig bepflanzte Gartenteiche. Wer keinen ausreichenden Platz für einen Teich zur Verfügung hat, kann auch ein Wasserbeet, Sumpfbeet oder Sumpfgraben anlegen. Auch diese Feuchtbiotope können ausreichend bepflanzt werden und bieten vielen Vertretern der Wassertierwelt ideale Lebensbedingungen.


Kontaktperson : Horst Müller
E-Mail : info@mueller-stendal.de






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