Gefahr aus dem Drucker

Laserdrucker können krank machen. Erst kürzlich hat eine Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung festgestellt, dass es in Räumen mit Laserdruckern zu einer erhöhten Feinstaubbelastung in der Luft kommt. Noch ist umstritten, ob dies unmittelbar zu einer Erhöhung des Gesundheitsrisikos führt. Fest steht aber: Immer mehr Menschen klagen über Symptome, die sich auf eine erhöhte Feinstaubkonzentration zurückführen lassen könnten.
Die „Interessensgemeinschaft Tonergeschädigter“ hat bereits weit über 1500 Erkrankungsfälle registriert. Betroffene klagen über Kopfschmerzen, Hustenreiz, Übelkeit. Das Risiko gehe aber noch darüber hinaus, schreibt die Interessensgemeinschaft auf ihrer Internetseite. Die kleinen Staubpartikel aus dem Laserdrucker können zu chronischen Erkrankungen der Atemwege führen. Auch ein erhöhtes Krebsrisiko sei nicht ausgeschlossen. Schon lange fordert die Gemeinschaft deshalb den Einbau von Filtern in die Drucker. Bisher haben die Hersteller dies jedoch immer abgelehnt. Ein Nachweis für ein erhöhtes Gesundheitsrisiko gebe es nicht. Technisch sei der Einbau von Filtern zudem nur schwer realisierbar.
Die österreichische Firma Dexwet beweist seit einiger Zeit das Gegenteil. Sie hat einen Feinstaubfilter entwickelt, der nicht in den Drucker eingebaut, sondern einfach vor die Abluftöffnung montiert wird. Das Patent ist so einfach wie genial. Der Filter besteht aus Kunststoffstäben, die mit Silikon getränkt sind. Diese bilden – korrekt montiert – ein feinmaschiges Netz, in dem die Staubteilchen gefangen werden. Selbst feinste Partikel werden von den Silikonstäben aufgenommen und gelangen so nicht mehr in die Atemluft.
Nachweislich um bis 92 Prozent sinkt die Feinstaubbelastung in Räumen, nachdem der Feinstaubfilter am Laserdrucker angebracht wurde. So wirkungsvoll der Filter auch ist, durch sein einfaches Prinzip bleiben die Kosten im Rahmen. Bei einigen Onlineversendern – z. Bsp. toner-dumping.de aus Berlin – gibt es den Dexwet Feinstaubfilter schon für unter 39 Euro. Vor allem dies und eine starke Medienberichterstattung haben die Nachfrage nach den Feinstaubfiltern in den vergangenen Wochen rasant ansteigen lassen. Aus dem Hause toner-dumping.de, einem der offiziell registrierten Dexwet-Händler in Deutschland, heißt es, innerhalb weniger Wochen hätten sich die Verkaufszahlen verdreifacht. „Immer mehr Menschen reagieren sensibel auf die neuesten Forschungsergebnisse und wollen vorbeugen“, so Geschäftsführer Friedbert Baer. Auch wenn ein offizieller Nachweis für die Gefahr aus dem Drucker noch fehle, den Feinstaubfilter anzubringen sei in jedem Fall kein Fehler. „Mitunter braucht die Wissenschaft etwas länger als der gesunde Menschenverstand.“
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