Gefahrenquelle Outdoorsport: Arztbesuch nach Sportverletzung sinnvoll
Mountain-Bikes, Skateboards, Inline Skates, Lauf- und Fußballschuhe – nach der langen Winterpause holen zahlreiche Hobbysportler das Sportequipment aus dem Keller und richten es für den ersten Outdoor-Einsatz. Hinter den sportlichen Aktivitäten steckt jedoch auch immer die Gefahr von Stürzen und Kollisionen.
Hand- und Fußbrüche leicht übersehen
Orthopäden schätzen, dass rund die Hälfte aller Knochenverletzungen aufgrund von Sportunfällen nicht erkannt wird. Das liegt vor allem daran, dass Brüche von kleinen Knochen an der Handwurzel oder im Fuß für Laien kaum erkennbar sind. Die betroffene Stelle schmerzt einige Tage lang und ist geschwollen, dann lassen die Beschwerden jedoch nach. Doch die Knochenverletzung bleibt und kann unangenehme und schwer zu behandelnde Spätfolgen mit sich bringen.
Bei unbehandelten Brüchen drohen Spätfolgen
Das Risiko ist gar nicht so klein: Immerhin 30 Prozent aller Sturzverletzungen betreffen Hand und Handgelenk. Das Kahnbein, der größte Handwurzelknochen, bricht besonders oft – und dieser Bruch wird leicht übersehen. Ähnlich verläuft es bei Bänderrissen und Knochenbrüchen am Mittelfuß. Hobbysportler interpretieren ihre Fußgelenksverletzung oft als harmloses Umknicken – erst nach einigen Wochen oder Monaten entpuppt es sich als schwerwiegende Fußverletzung.
Im schlimmsten Fall führen solche unbehandelten Brüche zu einer Falschgelenksbildung oder zum Absterben des Knochens. Dauerhafte Bewegungseinschränkungen und Schmerzen sind die Folgen.
Rasche Behandlung hilft
Dabei wären derartige Sportverletzungen durch die richtige Prävention vermeidbar. Viele Hand- und Fußverletzungen entstehen durch falsche oder defekte Ausrüstung: Handgelenk-, Knie- und Ellbogenschützer, gepolsterte Handschuhe, ein Helm sowie gute Schuhe sind das A und O beim Ausüben von Trendsportarten.
Fall dann doch einmal etwas passiert, sollte der Betroffene auch bei kleinen Verletzungen sicherheitshalber zum Arzt gehen. Die Diagnosemöglichkeiten für Sportverletzungen haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Neben Röntgenbildern und Funktionstests sind Computer- und Kernspintomographie mittlerweile gängig. Für eine möglichst schnelle Rehabilitation ist neben einer optimalen Diagnostik aber auch eine unverzögerte Behandlung notwendig. Denn je früher die Behandlung startet, desto besser gelingt die Heilung.