Obwohl die Gesetzeslage zu Sportwetten in Deutschland nicht ganz eindeutig ist, erfreuen sich Online Wettbüros nach wie vor regem Zulauf. Die Verlockung mit wenig Einsatz ein kleines Vermögen zu gewinnen ist für viele Sportinteressierte sehr groß. Publikumswirksam sind in der Regel genau diese großen Gewinne welche mit nur einem geringen Spieleinsatz erwirtschaftet wurden, doch muss betont werden, dass sich hinter diesen Großgewinnern nur selten Wettprofis verbergen. Viel eher kann davon ausgegangen werden, dass es sich bei Kombinationsquoten jenseits eines Koeffizienten von Tausend um mehr Glück als Verstand handelt. Langfristig wird man mit diesen so genannten Kombiwetten jedenfalls nur in den wenigsten Fällen profitabel wetten.
Langfristig erfolgreiche Wetter sehen Sportwetten keinesfalls als Wette im klassischen Sinne sondern eher als Investition. Wer auch zum erlesenen Kreis der Profis gehören will, der muss zu allererst begreifen und akzeptieren, dass erfolgreiches Wetten nichts anderes ist als Mathematik. Nur diejenigen, die falsch gesetzte Wettquoten erkennen und ausnutzen werden auch dauerhaft im Plus sein. Dass Erkennen von ungenau gesetzten Wettquoten ist jedoch keineswegs einfach. Grundvoraussetzung ist, dass man selber in der Lage ist richtige Wettquoten für ein Ereignis vorherzusagen bzw. zu berechnen. Die so genannten eigenen „Estimations“ müssen genauer sein als jene des Buchmachers womit auch klar wird, dass man sich als Einzelperson auf eine Sportart bzw. einige wenige Ligen in einer Sportart spezialisieren muss um einen Informations- und Erfahrungsvorsprung gegenüber den Wettanbietern zu erreichen. Die Entwicklung eines eigenen „Estimation-Systems“ ist ein langwieriger und schwieriger Prozess, muss man doch viele spielbeeinflussende Faktoren wie in etwa Form, Motivation, Langzeitstatistiken etc. skalierbar machen, sodass man schließlich und endlich nichts anderes mehr tun muss als die entscheidenden Variabeln in eine Kalkulationstabelle einzufügen und vergleichen ob die Buchmacherquote korrekt gelegt ist. Errechnet man beispielsweise, dass die korrekte Quote für ein Ereignis bei 2,00 liegen sollte und bietet ein Wettanbieter eine Quote von 2,20 an, so muss man diese überhöhte Quoten ausnutzen. Selbst wenn die Wette verloren geht ist dies kein Grund zu verzagen, denn langfristig ist man zwangsläufig im Plus solange man bessere Voraussagen machen kann als der Buchmacher. Die Gesetze der Mathematik erlauben es gar nicht anders.
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