Die Mechanik, die hinter der Gelenkarmmarkise steckt, ist eigentlich sehr simpel. Und zwar wird das Markisentuch von zwei von mehreren Armen von einer Tuchwelle (hierbei handelt es sich um ein Nutrohr aus reinem Stahl) weggedrückt. Der waagerechte Ausfall des Markisentuchs ist so möglich. Dabei ist der Normalfall, dass eine Markise in der Regel mit einem gewissen Neigungswinkel aufgestellt bzw. montiert wird. Die Grundkonstruktion von einer Gelenkarmmarkise besteht dabei meist aus Alu. Und die Arme der Gelenkmarkise werden mit der Hilfe von Stahl- oder auch von Gasdruckfedern betrieben. Die üblichen Schraubfedern, wie bei anderen Markisenarten kommen hier nicht zum Einsatz. Der wesentliche Vorteil gegenüber den herkömmlichen Schraubfedern besteht in diesem Fall darin, dass vom Federweg eine beinahe unabhängige Kraft ausgelöst wird. Dabei dienen die Gasdruckfedern oftmals für den Ausgleich der Gewichte. Derartige Konstruktionen findet man auch noch an Bürostühlen oder bei der Kofferraumklappe von Fahrzeugen.
Die Gasdruckfeder funktioniert so, dass diese unter Spannung gesetzt wird und diese dann auf das Markisentuch drückt und so das Ausfahren nach außen in die Wege leitet. Die Federn halten die Gelenkarme beim Ausfahren straff. Und beim Einfahren der Gelenkarmmarkisen wird dann die Kraft von den Federn weggenommen. Das heißt aber auch dass die Kraft beim Einfahren von dieser Art von Markise dann einen wesentlich höheren Aufwand an Kraft erfordert. Die Gelenkarmmarkise wird in erster Linie für den Sonnenschutz verwendet, kann aber auch als Wärmeschutz verwendet werden und kommt nicht nur an Privathäusern zum Einsatz, sondern auch an Restaurants. Denn auch dort ist eine Beschattung angesagt, und das mit möglichst hohem Ausfall.