Geschlossene Fonds
Geschlossene Fonds sind Anlageprodukte des so genannten Grauen Kapitalmarktes. Diese Bezeichnung wirkt auf den ersten Blick wenig seriös, soll aber nur verdeutlichen, dass es in diesem Bereich der Geldanlage keine staatlichen Kontrollen wie zum Beispiel bei börsennotierten Fonds gibt. Eine genauere Betrachtung offenbart dem Anleger aber, dass diese fehlende staatliche Reglementierung und Kontrolle sogar ganz sinnvoll ist, denn bei geschlossenen Fonds handelt es sich um private Unternehmensbeteiligungen. In Deutschland erfolgen diese im Allgemeinen derart, dass der Anleger sich als Kommanditist – also als beschränkt haftender Gesellschafter – an einer GmbH & Co. KG beteiligt. Die Rolle des Komplementärs – also des voll haftenden Gesellschafters – übernimmt bei dieser Rechtsform eine GmbH, bei welcher es sich in der Regel um eine Tochtergesellschaft des eigentlichen Initiators handelt. Für den Anleger bedeutet diese Konstruktion, dass er nur mit der Höhe seiner Einlage haftet. Darüber hinausgehende Haftungsansprüche werden bei seriösen Anbietern grundsätzlich ausgeschlossen. Diese Haftungsbegrenzung suggeriert auch sofort die möglichen Gefahren eines Investments in geschlossene Fonds: den Totalverlust des eingesetzten Geldes. Doch auch hier zeigt ein Vergleich mit anderen Anlageformen, dass das Verlustrisiko keineswegs höher ist, als zum Beispiel bei Aktien oder Anleihen, denn auch dort kann der Anleger sein Geld verlieren. Dem Privatanleger erschließen sich durch geschlossene Fonds Investmentbereiche, die ihm sonst aufgrund der hohen Investitionssummen verwehrt geblieben wären. So kann er zum Beispiel in Schiffsfonds oder Immobilienfonds investieren und an den Renditechancen dieser Investitionsobjekte teilhaben. Besonders Kapitalanlagen in Schiffsbeteiligungen haben es den Anlegern dabei bereits seit Jahren angetan. Bis vor ein paar Jahren noch als attraktive Steuersparmodelle bekannt, haben steuerrechtliche Änderungen dazu geführt, dass Schiffsbeteiligungen nun auf Rendite getrimmt werden und ihren Anlegern satte Renditen versprechen können. Für die meisten Anleger ist auch das Verständnis über eine Schiffsbeteiligung ein Grund für ein Investment. Das Geschäftsmodell lässt sich mit wenigen Sätzen erklären und das Investitionsobjekt – das Schiff – jederzeit greifen bzw. vergegenwärtigen. Darüber hinaus ermöglichen es Schiffsbeteiligungen bei Anwendung der Bestimmungen der Tonnagesteuer, die während der Laufzeit erzielten Erträge fast steuerfrei an die Anleger auszuschütten. Wichtig ist es aber als Privatanleger darauf zu achten, geschlossene Fonds immer nur als Mittel zur Diversifikation – also Streuung der Investmentformen und Risikoaufteilung – einzusetzen. Niemals sollte ein Privatanleger seine Kapitalanlage nur auf derartigen Investments aufbauen.
Firmenname : franke-media.net Kontaktperson : Daniel Franke Tel : 0177/6054157 E-Mail : info@geschlossener-fonds.net
|