Essen und Trinken

Gewürze und Kräuter


Karl der Große war es, dem wir die Verbreitung verschiedener Gewürze aus dem Mittelmeergebiet über ganz Europa verdanken. Auf seinen Feldzügen lernte er unterschiedliche Pflanzen kennen und ließ sie im Jahre 812 in den kaiserlichen Gärten anbauen.
Die ersten Kräutergärten aber waren weitaus älter: Bereits in Ägypten vor rund viertausend Jahren angelegt, befanden sie sich meistens in Nähe der Tempel, da bestimmte Pflanzen weniger für die Ernährung der Menschen, als für unterschiedliche Kulthandlungen benötigt wurden.
Oliven, Granatäpfel, Weihrauch und Myrrhe, Alraunen, Feigen und Lotusblumen findet man auf alten Abbildungen, und durch Pollenanalysen weiß man, dass Pharao Ramses II, der 1224 vor Christi starb, mit einer Masse einbalsamiert worden ist, deren Hauptbestandteil das 01 der Kamille war. Im Islam wird das Paradies oft als umzäunter Garten dargestellt, in dem frische Quellen sprudeln, Bäume wohltuenden Schatten spenden, köstliche Früchte wachsen und wohlriechende Blumen stehen. Rosen und Rosmarin, Jasmin, Lilien, Granatäpfel, Lorbeer und Aprikosenbäume kennen wir von Abbildungen aus dieser Zeit. Die frühen christlichen Klostergärten waren ähnlich angelegt. Sie entsprachen zum Teil syrischer, persischer oder ägyptischer Tradition.
Die Mönche, die die alten lateinischen Schriften über Heilpflanzen lesen konnten, übernahmen manches von ihrem Bruderorden, und sie zogen, da es ihre Aufgabe war, Kranken und Armen zu helfen, viele heilkräftige Kräuter in diesen Gärten.seit Urzeiten sammelte der Mensch wild wachsende Heilkräuter in der Natur, aber fast genauso lange wurden sie schon in Gärten kultiviert. So gibt es Pflanzen, wie z.B. Basilikum, Paprika oder Olivenbäume, die bereits so lange angebaut werden, dass niemand mehr weiß, wie die wirklichen Wildpflanzen von ihnen aussahen.


Kontaktperson : Frank Nicklis
E-Mail : f-nicklis@arcor.de






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