Das Golfspielen galt jahrhundertelang als elitäre Sportart. In den letzten Jahren begeistern sich aber immer mehr Menschen für Golf und alles, was damit zu tun hat. Die Hürden sind jedoch immer noch recht hoch. Zum Golfspielen muss ein Platzreifekurs absolviert werden, der einen überhaupt erst berechtigt, eine Golfmitgliedschaft abzuschließen. Ein solcher Kurs kann entweder kompakt übers Wochenende belegt werden, oder man lässt sich dafür mehrere Wochen Zeit. Insgesamt muss man aber rund 20 Stunden auf dem Green verbringen, bis man dann Golfspielen darf.
Nach dem Erreichen der Platzreife muss man sich dann nach einer Golfmitgliedschaft umsehen. Auch eine Golfmitgliedschaft ist zum Golfspielen unbedingt vonnöten. Damit sichern die Golfclubs, dass keine unqualifizierten Spieler den Rasen kaputt machen. Die immensen Mitgliedsbeiträge eines regulären Golfclubs sind für die meisten Neugolfer ein zu großes Risiko, da sie nicht wissen, wie lange sie denn Golfspielen möchten. Mittlerweile gibt es aber günstige Alternativen. Fernmitgliedschaften sind beispielsweise wesentlich billiger, doch man muss ein gutes Stück vom Heimatclub entfernt wohnen. Dafür darf man in diesem dann ohne Greenfee Golfspielen. Mit einer Fern- oder Gastmitgliedschaft ist man aber berechtigt, auf allen deutschen Golfplätzen gegen Greenfee den Schläger zu schwingen. Dieses liegt bei Fernmitgliedern aber meist etwas höher. Die Handicapverwaltung wird dabei vom Heimatclub übernommen und man ist sowohl mit einer Gast- als auch mit einer Fernmitgliedschaft Mitglied im Deutschen Golfverband.
Auch die Vereinigung clubfreier Golfspieler e.V. setzt sich für die Verbreitung des Golfspielens in Deutschland ein. Eine Mitgliedschaft im VcG funktioniert ähnlich einer Fernmitgliedschaft, doch der Verein stößt in allen deutschen Golfclubs auf breite Akzeptanz. Der VcG übernimmt für seine Mitglieder ebenfalls die Verwaltung des Handicaps.
Hat man die Platzreife erlang und eine Golfmitgliedschaft abgeschlossen, benötigt man zum Golfspielen nur noch Golfschläger und ein Golfbag. Für Golfer, die zumindest zwei bis drei Mal pro Woche golfen möchten, bietet sich aber auch eine reguläre Mitgliedschaft an. Damit spart man sich lange Anfahrtswege, kostenloses Spiel gibt es aber nur im Heimatclub. Will man dann doch einmal auf einem anderen Platz Golfspielen, ist das Greenfee mit einer regulären Golfmitgliedschaft etwas günstiger.