Griechenland Tragödie geht weiter
Die Euro-Finanzminister haben sich auf ein Notfallpaket verständigt, falls Griechenland Hilfe braucht. Wenn Griechenland erneut in Bedrängnis aufgrund hoher Zinsen kommt und die Pleite droht, kann man in Athen zum Telefonhörer greifen und Brüssel anrufen.
Die Europäische Union wird in einem solchen Fall das hochverschuldete Griechenland nicht allein lassen. Finanzhilfen würden sofort fließen für den mit 300 Milliarden Euro verschuldeten Mittelmeerstaat. Allerdings hofft man in Brüssel, dass es Griechenland alleine schafft und keine Hilfe benötigen wird.
Die Chancen stehen schlecht dafür. Viele Marktteilnehmer an den Finanzmärkten wollen nun sehen, was man sich in Brüssel ausgedacht hat und wie die konkreten Hilfen aussehen werden. Immerhin verbietet der Vertrag von Maastricht, dass ein Euro-Staat einem anderem aus der Patsche hilft. Aber man hat sich offenbar ein ausgeklügeltes System ausgedacht, wie man den Vertrag von Maastricht umgehen und erneut aufweichen kann.
Die Probleme in Griechenland lassen sich nicht von heute auf morgen lösen. Es ist auch nicht undenkbar, dass Griechenland von sich aus sagt, dass man die Eurozone verlassen wolle und wieder die griechische Drachme einführen werde. Dies wäre eine Maßnahme, um das griechische Außenhandelsdefizit in Höhe von 18% relativ schnell abzubauen.
Für die europäische Gemeinschaftswährung ist es in ihrer elfjährigen Geschichte die erste Belastungsprobe. Der wichtige Euro Dollar Kurs ist bereits von EUR/USD 1,51 auf 1,34 gefallen. Auch die Entwicklung zum Schweizer Franken (CHF) geht nur nach unten seit Jahresbeginn 2010.
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