Schon seit einiger Zeit kann man den Kauf von SCSI-Host-Adaptern und SCSI-Peripheriegeräten nicht mehr nur als Luxus oder übertriebene Leistungsgier bezeichnen. Viele Anwender zögern aber noch, die im Gegensatz zu IDE oder E-IDE teureren SCSI-Host-Adapter anzuschaffen. Auch der Preisunterschied bei Festplatten und CD-ROM-Laufwerken darf nicht außer acht gelassen werden. Ein ebenfalls oft genanntes Problem ist die Scheu vor der neuen Technik und die zusätzliche Verwirrung durch die Vielfalt der Begriffe aus dem Bereich SCSI.
Die Abkürzung SCSI steht für Small Computer System Interface und ist nicht gerade eine Neuheit im Bereich der Computertechnik. Schon 1983 wurde SCSI-1 als Standard verabschiedet. Der Grundgedanke für die Entwicklung war der Wunsch, ein schnelles und sicheres Bussystem für den Anschluss der unterschiedlichsten Peripheriegeräte zu produzieren und standardisieren.
Die unterschiedlichsten Geräte mit den verschiedensten Datentransferraten sollten so an einen Bus angeschlossen werden können, dass der Zentralprozessor so wenig wie möglich belastet wird. Diese Normung umfasst aber nicht nur das Prinzip von SCSI, sondern auch die Stecker, Kabel, Signale, Protokolle, Fehlerkorrektur, der Bus und der Befehlssatz.
Die angeschlossenen Geräte werden auch als LUNs (Logical Units) bezeichnet und bekommen jeweils eine Nummer zugewiesen, die in den meisten Fallen über Jumper eingestellt wird. Der SCSI-Host-Adapter selbst ist auch ein eigenes SCSI-Gerät. Als Controller dürfen diese Komponenten eigentlich nicht bezeichnet werden. Die Controller-Funktionen werden von den SCSI-Geräten selbst ausgeführt. Sie besitzen auch die Steuerungselektronik.