Medizin

Haartransplantationen und Medikamente



Als Ende der 1990er Jahre das Medikament Propecia auf den Markt kam, feierten viele vom erblichen Haarausfall Betroffene – endlich ein Medikament, das Hilfe und ein Leben mit voller Haarpracht verspricht. Und das ohne sich doch unter Umständen sehr riskanten und auch teueren Haartransplantationen zu unterziehen. Die Risiken, die mit Haartransplantationen verbunden sind, sind nämlich nicht zu unterschätzen. Operation ist eben Operation. Im ungünstigsten Fall kann nach Haartransplantationen Türkei das Transplantat nämlich abgestoßen werden.

 

Aber auch das vermeintliche „Wundermittel“ Propecia ist nicht ohne Nebenwirkungen. Der darin enthaltene Wirkstoff Finasterid kann nämlich nach Herstellerangaben bei niedriger Dosierung (1 mg pro Tag) zwar nur selten bei Männern zu Libido- und Potenzstörungen führen. Mit dem Absetzen der Therapie verschwinden diese wieder vollständig. Auch kann es in Einzelfällen bei der Einnahme dieses Medikaments zu einer Vergrößerung der Brust kommen (man spricht hier auch von der so genannten Gynäkomastie). Darüber hinaus kann das Medikament auch eine Verkleinerung der Prostata bewirken und zu einer spärlich werdenden Körperbehaarung führen. Das Medikament Propecia ist ausschließlich für Männer gedacht. Frauen dürfen dieses Medikament nicht einnehmen. Und auch für Personen unter 18 Jahren ist eine Einnahme von Propecia nicht gestattet. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das Medikament mit dem Wirkstoff Finasterid verschreibungspflichtig.


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