Der Begriff Hängematte hat seine Wurzeln vor mehreren hunderten Jahren auf Haiti, wo die Einheimischen ihre Schlafmöglichkeiten in Form von Schlafnetzen als „hamáka“ bezeichneten. Vor fast einem halben Jahrtausend, erstmals 1529 dokumentiert, zog der Begriff „Hamaco“ schließlich auch im deutschen Sprachraum ein, der sich mit der Zeit zu „Hängematte“ entwickelte. Während viele von uns Hängematten teilweise als Freizeitattraktion ansehen, sind Hängematten in den Tropenregionen wirklich lebenswichtig, zumindest können sie viele Menschen vor Krankheiten schützen, indem die Menschen auf der über den Boden schwebenden Hängematte übernachten können. So sind die in der Hängematte - die meistens zwischen zwei Bäumen angebracht ist - schlafenden Menschen, vor im Erdreich und auf dem Boden lauerndes Ungeziefer angemessen geschützt.
Deshalb findet man Hängematten fast überall in Mittel- und Südamerika und Asien , wo Hängematten sehr verbreitet sind. Historisch gesehen, wurden die Hängematten von den Matrosen auf Krigesschiffen genutzt. Mittlerweile wird diese Schlafmöglichkeit jedoch auch von Pazifisten benutzt. Tatsächlich können Hängematten zu einer Entspannung führen. Bei dieser Liegemöglichkeit wird die maximale Anpassungsfähigkeit an den menschlichen Körper ausgeschöpft. Selbst ein Wasserbett dürfte diesen weitgehenden Grad an Flexibilität, die eine Hängematte für die Regeneration des Körpers bieten kann, wohl nicht erreichen. Aber auch bei den Hängematten gibt es, wie bei allen Dingen, verschiedene Variationen. So unterscheidet man zwischen Tuchhängematten und Netzhängematten, aber auch zwischen Tuchhängematten mit Spreizstab sowie Netzhängematten mit Spreizstab. Die Netzhängematte begann ihren Siegeszug in Mexiko und trifft inzwischen auch in Fernost auf große Beliebtheit.
Von der Idee der Hängematte haben sich übrigens ähnlich wohltuende Produkte wie Hängesessel oder Hängestühle entwickelt.